Inter Mailand – Borussia Dortmund 2:0 (1:0)

Mit einer 0:2-Niederlage gegen Inter Mailand hat Borussia Dortmund die gute Ausgangslage in der Champions League verspielt. Treffer von Lautaro Martínez (22. Minute) und Antonio Candreva (89.) besiegelten die Niederlage der Dortmunder, die nun beim Rückspiel in zwei Wochen unter Zugzwang stehen.

Gegen die dichte Abwehr der Gastgeber hatten die Dortmunder Stürmer Schwierigkeiten, ihre Schnelligkeit auszuspielen. Mailand agierte dagegen abwartend, abgeklärt und bot kaum Raum an. Ein guter Torschuss in der ersten Halbzeit reichte Inter zur Führung. Der Argentinier Martínez ließ dem herausstürmenden Bürki keine Chance.

Mit der Führung im Rücken baute Inter vor dem eigenen Strafraum eine Fünferkette auf und blieb auch in der zweiten Halbzeit bei der Taktik, das Spiel zu verschleppen. Der BVB versuchte weiter, über die Flügel mit Achraf Hakimi und Nico Schulz für Überraschungsmomente zu sorgen, was aber selten gelang. Ein überhasteter Distanzschuss von Axel Witsel ging weit über das Tor (31.), Jadon Sancho hatte spät in der ersten Halbzeit die erste wirklich gute BVB-Chance. Der junge Engländer scheiterte aber an Inter-Keeper Samir Handanovič (45.+1). Auch in der 75. Minute blieb Sancho der Ausgleich verwehrt. Gut fünf Minuten später verursachte Hummels mit einem Foul den Strafstoß, den Bürki glänzend parierte.

Brandt, der als zentraler Stürmer den Vorzug vor Mario Götze erhalten hatte, war über weite Strecken kaum zu sehen. Einen eigentlich harmlosen Distanzschuss des Nationalspielers entschärfte Handanovič nur mit Mühe (64.). Die Durchschlagskraft von Reus, der am Wochenende gegen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach das Siegtor zum 1:0-Erfolg erzielt hatte, fehlte. Verzichten musste Dortmund-Trainer Lucien Favre auch weiterhin auf den verletzten spanischen Torjäger Paco Alcácer.

RB Leipzig – Zenit St. Petersburg 2:1 (0:1)

Mit einem Sieg gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg kann RB Leipzig auf die K.-o.-Runde der Champions League hoffen. Vor 41.058 Zuschauern in der Red-Bull-Arena brachte der Ukrainer Jaroslaw Rakyzkyj die Gäste in der 25. Minute in Führung. Doch zu Beginn der zweiten Hälfte glich Konrad Laimer aus (49.), ehe Marcel Sabitzer (59.) mit einem sehenswerten Treffer in den Winkel das 2:1 markierte. In der Tabelle der Gruppe G zog Leipzig an St. Petersburg vorbei.

Gleich zu Beginn der Partie übernahm Leipzig die Initiative. Nach nur 54 Sekunden lenkte Zenit-Keeper Michail Kerschakow einen Schuss von Laimer an die Latte. Das 1:0 verpasste auch Sabitzer (14.) ganz knapp mit einem Volleyschuss aus halbrechter Position nach einer Direktablage von Nordi Mukiele. Leipzig machte das Spiel und Zenit verteidigte mit allen Kräften. Doch dann erwischte es RB eiskalt: Nach einer Kopfballabwehr von Willi Orban direkt ins Zentrum zog Verteidiger Rakyzkyj volley ab – Torwart Péter Gulácsi konnte den präzisen Ball nicht halten. Insgesamt leisteten sich die Gastgeber vor der Pause zu viele Ungenauigkeiten, die Fehlerquote im Passspiel war zu hoch.

Nach der Pause kam für Timo Werner Matheus Cunha ins Spiel. Sofort brachte er mit einem Fallrückzieher aus Nahdistanz (49.) Torgefahr. Quasi im nächsten Angriff folgte der Ausgleich durch Laimer, der nach einem Doppelpass mit Sabitzer vollendete. Das Tor von Sabitzer war der Lohn für die beachtliche Steigerung der Gastgeber nach der Pause. Der für Werner eingewechselte Brasilianer Matheus Cunha vergab in der Schlussphase zwei hochkarätige Torchancen – ein 3:1 wäre nicht unverdient gewesen.