Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach 2:1 (0:0)

Durch den Einsatz von Julian Brandt hat Borussia Dortmund die Führung übernommen. Damit sind weitere Diskussionen um die Zukunft von Trainer Lucien Favre vorerst abgewendet. Der zuletzt umstrittene Neuzugang sorgte mit einem Doppelpack (77. und 80. Minute) für den glücklichen 2:1 (0:0)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach und den Einzug in das Achtelfinale. Vor 79.800 Zuschauerinnen und Zuschauern im Signal Iduna Park hatte Marcus Thuram (71. Minute) den Bundesliga-Tabellenersten in Führung geschossen. Doch der zuletzt schwächelnde Revierclub bewies trotz der Ausfälle von Marco Reus und Mats Hummels Moral und Willensstärke und vermied den K. o. In der hektischen Schlussphase sah Gladbachs Trainer Marco Rose noch die Rote Karte.

Eintracht Frankfurt – FC St. Pauli 2:1 (2:1)

Auch Eintracht Frankfurt ist von einem Spieler ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen worden. Bas Dost lässt die Hessen weiter auf das Überdauern in allen drei Wettbewerben hoffen. Dank eines Doppelpacks des Niederländers setzte sich der Fußball-Bundesligist beim zumindest kämpferisch überzeugenden FC St. Pauli mit etwas Mühe mit 2:1 (2:1) durch. Dost, der zuletzt in zwei Spielen schmerzlich vermisst worden war, legte mit seinen Treffern (4. und 16. Minute) früh die Grundlage für den Einzug in die nächste Runde. Der Zweitligist aus Hamburg kam durch einen Handelfmeter von Waldemar Sobota (42.) nur noch zum Anschlusstreffer. Alle offensiven Bemühungen der Hanseaten nach der Pause wurden nicht mehr belohnt. 

Hertha BSC – Dynamo Dresden 5:4 i.E. (3:3, 2:2, 0:1)

Hertha BSC setzte sich in einem Elfmeterkrimi gegen Dynamo Dresden durch. Mit zwei gehaltenen Elfmetern wurde Hertha-Keeper Thomas Kraft zum Hertha-Helden des Abends. 
Moussa Koné (36.) brachte den kriselnden Zweitligisten aus Sachsen mit 1:0 in Führung. Hertha-Stürmer Dodi Lukebakio (48.) und Ondrej Duda (85./Foulelfmeter) drehten die ausgeglichene Partie zunächst. In einer irren Schlussphase der regulären Spielzeit glich der frühere Herthaner Patrick Ebert (90.) ebenfalls per Foulelfmeter für Dresden aus. 
Nach dem 3:2 des eingewechselten Luka Stor (107.) feierten die Dynamo-Fans schon den vermeintlichen Sieg - Jordan Torunarigha (120.+2) ließ die Hertha-Anhänger über den späten Ausgleich jubeln.

Fortuna Düsseldorf – FC Erzgebirge Aue 2:1 (1:1)

Fortuna Düsseldorf hat es mit viel Mühe ins Achtelfinale geschafft. Der Tabellenvierzehnte der Fußball-Bundesliga bezwang den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue mit 2:1 (1:1). In der Düsseldorfer Arena erzielten Rouwen Hennings (45./Foulelfmeter) und Kasim Adams (75.) die Treffer für den zweimaligen Pokalsieger. Für Zweitliga-Vierte Aue traf Florian Krüger (10.). Die Gastgeber wurden gleich zu Beginn kalt erwischt. Krüger traf nach einer Abwehr von Kastenmeier mit einer Direktabnahme zum 1:0 für die Sachsen. Erst ein von Torjäger Hennings verwandelter Strafstoß brachte die sehr umständlich und ideenlos agierenden Düsseldorfer wieder ins Spiel. In der Schlussphase erzielte Adams aus zehn Metern dann noch den Siegtreffer. 

1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg 6:5 i.E. (2:2, 2:2, 1:1)

Der 1. FC Nürnberg hat sich trotz seiner Favoritenrolle aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Der Zweitligist unterlag beim abstiegsbedrohten Drittligisten 1. FC Kaiserslautern mit 5:6 (2:2, 1:1) im Elfmeterschießen. Den letzten Treffer im Elfmeterschießen erzielte Kaiserslauterns Andri Runar Bjarnason. FCK-Keeper Lennart Grill parierte im Anschluss den Versuch von Tim Handwerker. Fast wäre zuvor Grill zur tragischen Figur des Spiels geworden. Der U21-Nationalkeeper übersah in der 89. Minute den hinter ihm lauernden Michael Frey, der ihm den Ball vom Fuß nahm und zum 2:2 ins leere Tor schob. Zwei Elfmetertore von Timmy Thiele (8./74.) brachten die Pfälzer zuvor jeweils in Führung. Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich hatte Lukas Jäger (15.) erzielt.

SC Verl – Holstein Kiel 8:7 i.E. (1:1, 1:1, 0:1)

Der SC Verl hat als zweiter Regionalligist überrascht und nach einem Elfmeter-Krimi gegen den Zweitligisten Holstein Kiel das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. U21-Nationalspieler Janni Serra hatte Kiel in Führung gebracht (13.). Nico Hecker (45.+1) war für die Ostwestfalen aus Verl erfolgreich. Zum Helden im Elfmeterschießen wurde Torhüter Robin Brüseke, der die Schüsse von Emmanuel Iyoha und Phil Neumann parierte. Das 20 Jahre alte Eigengewächs Jan Schöppner verwandelte entscheidend.

RB Leipzig – VfL Wolfsburg 6:1 (1:0)

Der Finalist der vergangenen Spielzeit hat die beeindruckende Pflichtspielserie des VfL Wolfsburg in dieser Saison beendet und das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. RB Leipzig fertigte dank einer exzellenten zweiten Halbzeit die Wolfsburger in deren Stadion mit 6:1 (1:0) ab. Nach einem Eigentor durch Wolfsburgs Jeffrey Bruma in der 13. Minute machten Marcel Sabitzer (55.), Emil Forsberg (58.), Konrad Laimer (61.) und Timo Werner (68./88.) den höchsten Sieg der Leipziger im DFB-Pokal perfekt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann machte mit dem engagierten und in der zweiten Halbzeit auch spielerisch absolut überzeugenden Auftritt zudem einen Schritt aus der Krise nach zuletzt vier Meisterschaftsspielen ohne Sieg. Wolfsburg kassierte vor 17. 705 Zuschauerinnen und Zuschauern indes wettbewerbsübergreifend die erste Saison-Niederlage, den Ehrentreffer erzielte Wout Weghorst in der 89. Minute.

Werder Bremen – 1. FC Heidenheim 4:1 (4:1)

Der sechsmalige Cupsieger Werder Bremen ist problemlos ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Tabellenzwölfte der Fußball-Bundesliga gewann gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim dank einer starken ersten Halbzeit überlegen mit 4:1 (4:1). Nach zuletzt vier Unentschieden in Folge sorgen Milot Rashica (6.), Leonardo Bittencourt (11.), Davy Klaassen (19.) und Marco Friedl (41.) für den Sieg des Teams von Trainer Florian Kohfeldt. Der Gegentreffer durch Marc Schnatterer (45.+1/Handelfmeter) blieb folgenlos. Der Gegner in der nächsten Runde wird am kommenden Sonntag ausgelost.

VfL Bochum – FC Bayern München 1:2 (1:0)

Der Titelverteidiger vom FC Bayern München rettet sich nur knapp ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Münchner gewannen nach einer lange Zeit desolaten Leistung mit 2:1 (0:1) beim abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten VfL Bochum. Ein Eigentor von Alphonso Davies (36. Minute) hatte die Bochumer in Führung gebracht, die bis zehn Minuten vor Schluss hielt. Dann verhinderten Serge Gnabry (83.) und der eingewechselte Thomas Müller (89.) vor 26.600 Zuschauern im ausverkauften Bochumer Stadion eine Blamage und die erste Münchner Pokal-Niederlage in Bochum seit mehr als 51 Jahren. In einer turbulenten Schlussphase sah Bochums 17 Jahre alter Verteidiger Armel Bella Kotchap noch die Rote Karte (88.). Mit dem glücklichen Erfolg verhinderte Bayern-Trainer Niko Kovač auch weitere Diskussionen.

SC Freiburg – Union Berlin 1:3 (1:1)

Der 1. FC Union Berlin steht dank eines späten Doppelpacks erstmals seit fast sechs Jahren im Achtelfinale des DFB-Pokals. Im Duell beim Bundesliga-Dritten SC Freiburg setzte sich der Aufsteiger am Dienstagabend durch die Treffer von Robert Andrich in der 86. Minute und Christian Gentner in der Nachspielzeit überraschend mit 3:1 (1:1) durch. Joshua Mees (36. Minute) hatte die Gästemannschaft von Urs Fischer in Führung gebracht, noch vor der Pause war Freiburgs Nationalspieler Robin Koch (45.+2) aber der Ausgleich gelungen, ehe Andrich und Gentner vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion für die Entscheidung sorgte. So richtig war die Partie zunächst nicht in Schwung gekommen, stattdessen herrschte eine gewisse Giftigkeit auf dem Platz: Nickeligkeiten, kleine Tritte oder mal ein Ellbogen im Gesicht des Gegners.

FC Saarbrücken – 1. FC Köln 3:2 (0:0)

Der 1. FC Saarbrücken hat den 1. FC Köln aus dem DFB-Pokal geworfen. Der Spitzenreiter der viertklassigen Regionalliga Südwest setzte sich mit 3:2 (0:0) gegen den harmlosen Bundesliga-Aufsteiger durch. Vor 6.800 Zuschauern in Völklingen trafen Christopher Schorch (53. Minute), Gillian Jurcher (57.) und Matchwinner Tobias Jänicke (90.) für den Außenseiter. Jonas Hector (71.) und Simon Terodde (84.) konnten für die enttäuschenden Kölner nur zwischenzeitlich ausgleichen.

MSV Duisburg – TSG 1899 Hoffenheim 0:2 (0:0)

Der Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim steht im DFB-Pokal in der nächsten Runde: Das Team von Trainer Alfred Schreuder gewann mit 2:0 (0:0) beim Drittligisten MSV Duisburg und zog erstmals nach fünf Jahren wieder ins Achtelfinale ein. In der Duisburger Arena erzielten Florian Grillitsch (53. Minute) und Sargis Adamyan (59.) die Tore für die Kraichgauer. Der nach der Pause eingewechselte Offensivspieler Grillitsch erzielte mit einem Schuss aus 15 Metern die Führung für den Favoriten. Kurz darauf nutzte Adamyan einen schnellen Angriff zum 2:0. Duisburg hielt mit Leidenschaft dagegen, war im Abschuss aber nicht präzise genug. In den zurückliegenden drei Jahren war Hoffenheim jeweils in der zweiten Pokalrunde gescheitert. Der MSV, der in der Auftaktrunde den Zweitligisten Greuther Fürth bezwungen hatte und in der Saison 2010/11 zuletzt im Pokalfinale stand, mühte sich vergeblich.

Hamburger SV – VfB Stuttgart 1:2 n.V. (1:1, 0:0)

Der Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart zieht mit einem 2:1-Sieg gegen den Hamburger SV ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Nachdem es zum Ende der regulären Spielzeit noch immer 1:1 gestanden hatte, mussten die Teams in die Verlängerung. Der eingewechselte Hammadi Al Ghaddioui sorgte in der 114. Minute mit einem Drehschuss für den Siegtreffer der Stuttgarter. Zuvor hatte Nicolas Gonzales den VfB schon in der 2. Spielminute per Elfmeter in Führung gebracht. Ebenfalls vom Elfmeterpunkt glich HSV-Kapitän Aaron Hunt (16. Minute) vor 45.503 Zuschauern im diesmal nicht ausverkauften Volksparkstadion aus. Das Liga-Duell mit den Hamburgern hatten die Schwaben noch mit 2:6 deutlich verloren.

Bayer Leverkusen – SC Paderborn 1:0 (1:0)

Bayer 04 Leverkusen setzte sich im Bundesliga-Duell mit dem SC Paderborn mit 1:0 (1:0) vor einer spärlichen Heimkulisse durch. Für den Pokalsieger von 1993 erzielte Lucas Alario in der 25. Minute den Treffer. Der Argentinier machte damit den ersten Pflichtspielsieg der Leverkusener in diesem Monat. Trainer Peter Bosz muss in den beiden kommenden Heimpartien am Samstag in der Liga gegen Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach und in der Champions League am Mittwoch nächster Woche gegen Atlético Madrid aber womöglich um die Bender-Brüder bangen: Sven Bender kam gar nicht zum Einsatz, Kapitän Lars Bender musste nach einer guten halben Stunde verletzt vom Platz. Paderborn startete mit einer Elf, die auf fünf Positionen verändert war im Vergleich zum ersten Ligasieg in dieser Saison mit dem 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf. Im Tor durfte beispielsweise wie schon in der ersten Pokalrunde Ersatzkeeper Jannik Huth für Leopold Zingerle ran.

SV Darmstadt – Karlsruher SC 0:1 (0:0)

Der Karlsruher SC ist mit einem 1:0 (0:0)-Sieg über den SV Darmstadt 98 erstmals seit 2013 wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Im Duell der beiden Zweitligisten traf vor 11.240 Zuschauern am Böllenfalltor Angreifer Philipp Hofmann in der 85. Minute per Kopf zum einzigen Tor des Tages. Für Darmstadt war es die erste Heimniederlage nach zehn Spielen. Die Darmstädter waren zunächst das aktivere Team, spielten aber zu ungenau nach vorn gegen defensiv gut organisierte Karlsruher. Mit zunehmender Dauer kamen die Gäste besser in die Partie und hatten mit einem Schuss von Routinier Anton Fink in der 21. Minute die erste gute Gelegenheit des Spiels. Marcel Schuhen im Darmstädter Tor parierte. Der Keeper war auch mit einer starken Reaktion zur Stelle, als Lukas Fröde (39.) nach einer Ecke zum Kopfball kam.

Arminia Bielefeld – Schalke 04 2:3 (0:3)

Am Ende wurde es doch noch mal richtig knapp: Der FC Schalke 04 ist eine Runde weiter, verspielte aber fast die 3:0-Führung zur Pause. Die Gelsenkirchener überrumpelten den Zweitliga-Zweiten Arminia Bielefeld mit drei Toren in den ersten 32 Minuten und gewannen am vor 26.203 Zuschauern in der ausverkauften Arena nach Gegentreffern von Fabian Klos (71.) und Cebio Soukou (77.) letztlich gerade noch mit 3:2 (3:0). Mann des Abends war der erstmals seit Ende August eingesetzte Neuzugang Benito Raman mit seinen ersten beiden Pflichtspieltoren für die Königsblauen (25./32. Minute). Ex-Nationalspieler Mark Uth leistete bei seinem erst dritten Startelfeinsatz in dieser Spielzeit zu beiden Treffern die Vorarbeit. Den Führungstreffer hatte Alessandro Schöpf erzielt (16.).