Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz ist neue Weitsprungweltmeisterin. Beim Wettkampf in der katarischen Hauptstadt Doha sprang Mihambo im dritten Versuch 7,30 Meter weit. Damit kam die 25-Jährige zum siebten Mal in dieser Saison über die Sieben-Meter-Marke hinaus. Zum deutschen Rekord von Heike Drechsler von 1988 fehlten ihr nur 18 Zentimeter. Silber gewann die Ukrainerin Maryna Bech-Romantschuk (6,92) vor der Nigerianerin Ese Brume mit 6,91 Metern. Die viermalige Weltmeisterin Brittney Reese aus den USA hat das Finale um einen Zentimeter verpasst.

Mihambo war mit nur 6,52 Metern in den Wettkampf eingestiegen und verschenkte dabei etwa einen halben Meter beim Absprung. Ihr zweiter Versuch war ungültig – und der dritte reichte zum Titel. Die 7,30 Meter bedeuteten die achtbeste Weite der Leichtathletikgeschichte. Fernsehzuschauerin Drechsler kommentierte: "Der dritte Versuch war magisch. Ich werde jetzt eine Flasche Champagner aufmachen und auf sie anstoßen."

Mit dem Titel ist die gebürtige Heidelbergerin Mihambo ihrer Favoritenrolle gerecht geworden: Die Weitspringerin war als Jahresbeste nach Katar gereist. Nach der WM will die neue Weltmeisterin nun erst einmal vier Wochen Urlaub in Thailand machen. Am Abschlusstag der WM war es die zweite Goldmedaille für Deutschland.