Der 1. FC Köln hat sich von Trainer Achim Beierlorzer getrennt. Das gab der Verein am Samstagnachmittag bekannt. Zuvor hatten Kölner Stadtanzeiger und Bild-Zeitung berichtet. Das für Samstag angesetzte Training war im Vorfeld kurzfristig abgesagt worden.

Unmittelbar nach der Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim hatte der 1. FC Köln bereits die Auflösung des Vertrags mit Sportchef Armin Veh bekannt gegeben. Er hatte eigentlich noch bis zum 30. Juni 2020 im Einsatz sein sollen.

Beierlorzer war erst im Sommer für 700.000 Euro vom Zweitligisten Jahn Regensburg verpflichtet worden. Für den Gymnasiallehrer, der in diesem Sommer seinen Beamtenstatus verlor, war es die erste Chance als Trainer in der Bundesliga. Nach anfänglicher Euphorie um seine Person geriet der 51-Jährige aber schnell in die Kritik. 

Nach einem schweren Auftaktprogramm verlor Köln zuletzt auch gegen Hertha BSC (0:4), in Mainz (1:3) und das erste Erstliga-Derby seit 22 Jahren bei Fortuna Düsseldorf (0:2). Zudem schied der FC in der zweiten DFB-Pokalrunde durch ein 2:3 beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken aus. In seinen elf Bundesligaspielen für den FC feierte Beierlorzer nur zwei Siege; ein 2:1 in Freiburg und ein 3:0 gegen Tabellen-Schlusslicht Paderborn, kassierte aber gleich acht Niederlagen.

Beierlorzer hatte vor der Entscheidung bereits eingeräumt: "Wir haben nur sieben Punkte, das ist zu wenig." Zuvor wurde Armin Veh bereits entlassen. Der Sportchef, der Ende Oktober seinen Ausstieg zum Vertragsende im Sommer 2020 angekündigt hatte, hört mit sofortiger Wirkung auf. "In unserer derzeitigen Situation, in der der 1. FC Köln wichtige Entscheidungen auch für die Zukunft treffen muss, ist es aus meiner Sicht konsequent, dass wir die Zusammenarbeit kurzfristig beenden", wurde Veh in einer Erklärung des Vereins unmittelbar nach der Partie gegen Hoffenheim zitiert. Mit Veh war Beierlozer einer seiner angeblich letzten Befürworter im Verein verloren gegangen.