Wer spielt wann gegen wen?

Herzen gesucht, auch an diesem Wochenende wieder.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Das erste Spiel des neuen 1. FC Köln. Gegen RB Leipzig wird erstmals Markus Gisdol als Trainer auf der Bank und Horst Heldt als Sportdirektor auf der Tribüne sitzen. Auf der Suche nach den Neuen, so war zu lesen, hatte der FC eine Headhunting-Agentur eingesetzt, fast so, als wäre er ein professionell geführtes Wirtschaftsunternehmen. Das Geld hätte er sich sparen können, es hätte gereicht, ältere Ausgaben des kicker durchzublättern, um auf die Namen Gisdol und Heldt zu kommen. Bei den Köln-Fans jedenfalls herrscht Skepsis bis Entsetzen. Gisdol soll die dritte Wahl sein, weil Bruno Labbadia und Pal Dardai abgesagt hatten. Und Horst Heldts Erfolge als Sportdirektor liegen auch schon ein Weilchen zurück, zuletzt verantwortete er den Abstieg von Hannover 96. Ob er in Köln daran anknüpfen kann?

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

David Abraham zumindest wird so einige Spiele verpassen. Der Kapitän von Eintracht Frankfurt rannte kürzlich den Freiburger Trainer Christian Streich über den Haufen, danach war Aufregung. Nur die beiden Protagonisten hatten sich längst wieder vertragen. Abraham, weil er wusste, dass man gegnerische Trainer nicht umrennt. Streich, weil er wusste, dass er auch nicht allzu viel versucht hatte, um nicht umgerannt zu werden. Das DFB-Sportgericht sperrte Abraham für sieben Wochen, also sechs Spiele, und 25.000 Euro muss er auch zahlen. Ein Einspruch der Eintracht nützte nichts, nun überlegen die Frankfurter, vor die nächsthöhere Instanz zu ziehen, das DFB-Bundesgericht. Was es alles gibt ... Der DFB-Richter Hans Lorenz schaffte es nebenbei sogar, einen unbeteiligten Club gegen sich aufzubringen. Weil Abraham Wiederholungstäter war, sagte er: "Vier Rote Karten in drei Jahren: Das schafft nicht mal unser Freund Ibišević." In Berlin kam das gar nicht gut an. 

Wer steht im Blickpunkt?

Achim Beierlorzer, der Karnevalsfan. Erst Alaaf, nun Helau. Nur neun Tage nach seinem Rauswurf in Köln wechselte er nach Mainz. Oder war es umgekehrt? Man kommt ganz durcheinander. Ein bemerkenswerter Wechsel jedenfalls. Zunächst einmal ist Beierlorzer der erste Bundesligatrainer, der in einer Länderspielpause zwei Punkte und einen Tabellenplatz gut gemacht hat. In Köln soll er auch noch eine recht dicke Abfindung kassiert haben, nur um drei Tage später bei einem direkten Konkurrenten zu unterschreiben. Und natürlich ist es auch interessant, dass jemand, dem Club A nicht mehr zutraut, die Klasse zu halten, bei Club B als Hoffnungsträger genau dafür gilt. Die Bundesliga ist schon ein witziger Laden.