Borussia Mönchengladbach – AS Rom 2:1 (1:0)

Borussia Mönchengladbach hat AS Rom mit 2:1 besiegt. Die Gladbacher starteten stärker ins Spiel. In der ersten Spielphase hatten sie mehr Ballbesitz als die Mannschaft aus Rom, auch das Spieltempo war bei den Borussen höher. Gefährliche Abschlüsse gab es jedoch von beiden Seiten: In der 11. Minute scheiterte Nicolò Zaniolo nur knapp an der Querlatte des Gladbacher Tores. Wenig später erzielte Denis Zakaria beinahe den Führungstreffer für Gladbach, schoss allerdings knapp am Tor vorbei (16.).

Im weiteren Verlauf der Partie gewannen die Römer sowohl an Ballbesitz als auch an Spielstärke – so gewannen sie zwei Drittel aller Zweikämpfe. Durch ein Eigentor von Federico Fazio gingen die Borussen in der 35. Minute in Führung, als Fazio versuchte, einen Schuss von Marcus Thuram abzuwehren, den Ball dabei aber ungünstig streifte. Die anschließende Verunsicherung der Römer konnte Gladbach jedoch nicht ausnutzen, sodass es zur Halbzeit beim 1:0 blieb.

In der zweiten Hälfte baute Rom deutlich mehr Druck auf. Das zahlte sich aus: Fazio machte sein Eigentor aus der ersten Spielhälfte mit einem Ausgleichstreffer in der 64. Minute wieder gut, nachdem Aleksandar Kolarov den Ball mit einem Freistoß hinter die Abwehrreihe der Borussen platzierte.

In der letzten Viertelstunde der Partie gelang es den Borussen zwar wieder, den Ball weitestgehend vom eigenen Tor fernzuhalten, doch das entschlossene Team aus Rom ließ nicht viele Offensivaktionen zu. Bis zuletzt lief es auf ein 1:1 hinaus, was auch Ergebnis des Hinspiels gewesen ist. In der fünften Minute der Nachspielzeit passte Zakaria dann jedoch in den Sechzehner, wo Alassane Pléa per Kopfball Thuram bediente, der den Ball, ebenfalls per Kopfschuss, im Tor versenkte und Mönchengladbach damit vom vierten auf den zweiten Tabellenplatz beförderte.

VfL Wolfsburg – KAA Gent 1:3 (1:0)

Der VfL Wolfsburg hat trotz Pausenführung mit 1:3 gegen KAA Gent verloren. Trotz eines höheren Ballbesitzes, besserer Passquote und mehr Torschüssen waren sie die schwächere Mannschaft. Dabei sah es in der ersten Spielphase eher anders herum aus: In der ersten Viertelstunde dominierten sie das Spiel klar und konnten dadurch in der 20. Minute mit einem Tor von João Victor in Führung gehen.

Anschließend begann die Wolfsburger Offensive jedoch zu schwächeln, was sich am geringeren Körpereinsatz der Heimmannschaft und dem etwas aggressiveren Spiel des Teams aus Gent zeigte. Bis zur Halbzeit blieb es auch beim 1:0, gefährliche Angriffe sind bis dahin auf wesentlich seltener geworden als noch in der ersten Spielphase.

In die zweite Hälfte startete Gent wesentlich besser, während Wolfsburg einen eher entspannten Eindruck machte. Das rächte sich mit Roman Jaremtschuks Ausgleichstreffer in der 50. Minute, als der Genter Stürmer eine Vorlage von Laurent Depoitre für das 1:1 nutzte. Eine Viertelstunde später legte Depoitre selbst nach und drehte das Spiel mit seinem artistischen Treffer zum 2:1 für Gent (65.).

Die Wolfsburger reagierten mit mehreren Auswechslungen, konnten das sichtlich gestiegene Selbstbewusstsein des Gegners jedoch nicht mehr bremsen: In der 76. Minute erzielte Michael Ngadeu-Ngadjui das 3:1 für Gent und damit den Siegtreffer. Wolfsburg steht damit nach dem Spiel auf Platz zwei der Tabelle und kann das Sechzehntelfinale nach wie vor aus eigener Kraft erreichen.

Standard Lüttich – Eintracht Frankfurt 2:1 (0:0)

Eintracht Frankfurt hat in der Gruppenphase der Europa League 1:2 (0:0) gegen Standard Lüttich verloren. Durch die Niederlage müssen die Hessen nun um den Einzug in das Sechzehntelfinale bangen.

Beide Mannschaften begannen eher vorsichtig. In der 12. Minute zeigten sich die Frankfurter mit einem Torschuss von André Silva erstmals gefährlich. Später köpfte er einen Ball an den Pfosten (34.), was die größte Torchance in der ersten Spielhälfte blieb. Der Mannschaft aus Belgien gelang über lange Zeit ebenfalls kaum ein erfolgreicher Angriff. Das änderte sich jedoch kurz vor der Halbzeitpause, als Frankfurt-Torwart Frederik Rønnow einen Freistoß von Selim Amallah abwehren musste (38.) und Duje Čop den Ball in der 45. Minute nur sehr knapp am Frankfurter Tor vorbeischoss.

In der zweiten Spielhälfte blieb die Frankfurter Offensive unauffällig. Die Konsequenz war ein Führungstor für Lüttich durch Zinho Vanheusden in der 56. Minute nach einem Eckball. Beinahe erzielte Renaud Emond kurz darauf das 2:0, als er aus 20 Metern knapp am Tor vorbeischoss (62.)

In der 65. Minute brachte dann Filip Kostić die Frankfurter zurück ins Spiel. Aus 17 Metern schoss er den Ball per Freistoß flach an der Mauer vorbei ins Tor der Belgier. Sehr lange sah es nach einem Unentschieden aus, bis Maxime Lestienne in der Nachspielzeit das 2:1 und damit den Siegtreffer für Lüttich erzielte (90+4.). Damit hat Lüttich den 2:1-Heimsieg der Frankfurter im Hinspiel ausgeglichen.

Die Hessen befinden sich nun auf dem dritten Gruppenplatz und stehen vor dem Gastspiel bei dem Gruppenersten Arsenal London Ende November zusätzlich unter Druck. Mit einem Sieg gegen Lüttich hätte die Eintracht schon sicher ins Sechzehntelfinale einziehen können.