Nach dem 1:5-Debakel gegen den Eintracht Frankfurt hat Bayern-Trainer Niko Kovač eine Aussage zu seiner Zukunft als Trainer in München vermieden. "Das weiß ich nicht, das wissen Sie wahrscheinlich besser", sagte Kovač im ZDF-Interview. "Wie soll ich das nach dem Spiel wissen?", ergänzte der Coach. Im Interview bei Sky sagte Kovač über seine weiter geschwächte Position: "Mein Gefühl ist nicht wichtig. Die, die das entscheiden, sind die, die gefragt werden müssen."

Kovač fügte hinzu, dass er nicht blauäugig sei. "Ich habe im letzten Jahr nicht aufgegeben und werde auch jetzt nicht aufgeben". Von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenige bekam der Trainer keinerlei Rückendeckung. Ebenso wie Sportdirektor Hasan Salihamidzic verließen sie wortlos das Stadion.

Für die Münchner ist das Ergebnis gegen Frankfurt die höchste Bundesliga-Niederlage seit mehr als zehn Jahren. Sie spielten ab der 10. Minute wegen eines Platzverweises für Jérôme Boateng in Unterzahl. In der Tabelle rangiert der FC Bayern nun mit vier Punkten Rückstand auf Borussia Mönchengladbach auf dem vierten Rang. Die nächsten Tage würden "sehr unruhig", sagte Mannschaftskapitän Manuel Neuer.

Insgesamt hat er FC Bayern in der Bundesliga einen mäßigen Saisonstart hingelegt. Deswegen steht insbesondere der Trainer in der Kritik. Kovač gibt auch seinen Spielern eine Mitschuld.

Für weitere Unruhe sorgte zuletzt das angespannte Verhältnis zwischen dem Trainer und dem Spieler Thomas Müller. Diesen hatte Kovač sechs Spiele infolge auf der Bank sitzen lassen. In einem TV-Statement hatte er Müller als reine Ersatzkraft bezeichnet, die nur ran dürfe, wenn Not am Mann sei.