Lewis Hamilton ist zum sechsten Mal Weltmeister der Formel 1. Dem Mercedes-Fahrer genügte beim Großen Preis der USA ein zweiter Platz, um vorzeitig den Titel zu gewinnen. Sein letzter verbliebener Konkurrent, Teamkollege Valtteri Bottas, half auch der Sieg nicht, um die Entscheidung noch einmal zu vertagen. Der Brite Hamilton ist in den verbleibenden beiden Saisonläufen bei nun 67 Punkten Vorsprung auf den Finnen Bottas nicht mehr von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen. Dem 34-Jährigen fehlt damit nur noch ein Titel zur Bestmarke von Rekordchampion Michael Schumacher.

Sieger Bottas war vom ersten Startplatz in den Grand Prix gegangen. Erst vier Runden vor Schluss zog er nach langem Kampf an Hamilton vorbei. Dritter wurde der Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Sebastian Vettel schied bereits in der achten Runde aus und konnte seine gute Position in der ersten Startreihe nicht nutzen. Am Auto des 32 Jahre alten Ferrari-Piloten brach früh die rechte hintere Radaufhängung; er musste zum zweiten Mal in dieser Saison aufgeben.

Für Mercedes ist es der sechste Fahrertitel in Serie. Hamilton hatte die WM im Silberpfeil bereits 2014, 2015, 2017 und 2018 gewonnen. In der Saison 2016 hatte sich sein damaliger deutscher Teamkollege Nico Rosberg den Titel geholt und danach seine Karriere beendet.

Sechs Titel in Serie sind ein Novum


Die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft hatte das Werksteam des schwäbischen Autobauers bereits drei Wochen zuvor in Japan für sich entschieden. Auch hier ist die Serie seit 2014 ungebrochen. Sechs Fahrer- und Teamtitel nacheinander hatte bislang noch kein Rennstall in der Geschichte der Formel 1 geschafft.

Hamilton darf sich nun berechtigte Hoffnungen machen, Schumachers Titelrekord im kommenden Jahr zu egalisieren. Da das Regelwerk zur neuen Saison weitgehend unverändert bleibt, dürfte Mercedes erneut der Maßstab für die Konkurrenz sein. Hamiltons Vertrag gilt auch noch für die nächste Saison, danach läuft er aus.