Für die letzten Spiele der EM-Qualifikation der deutschen Fußballnationalmannschaft will Joachim Löw wie angekündigt auf eine Rückkehr von Mats Hummels verzichten. 24 Spieler hat der Trainer für die Partien gegen Belarus (Weißrussland) und Nordirland nominiert. Den Umbau der Mannschaft will Löw mit jungen Spielern fortsetzen.

"Über allem steht natürlich, dass wir uns für die Europameisterschaft im nächsten Jahr qualifizieren. Daher wollen wir gegen Belarus und Nordirland, die uns vor allem kämpferisch alles abverlangen werden, auch gewinnen", sagte Löw. "Generell schenken wir den Spielern, die jetzt dabei sind, unser volles Vertrauen, ihnen gehört unsere Aufmerksamkeit", sagte der Bundestrainer. 

Für die Defensive kehren die zuletzt verletzten Matthias Ginter, Jonathan Tah und Nico Schulz zurück. Auch der Freiburger Robin Koch gehört wieder zum Kader. Löw kann auch bei den kommenden Spielen erneut auf Toni Kroos und Leon Goretzka setzten, die die Länderspiele im Oktober wegen Verletzungen verpasst hatten. Ex-Weltmeister Kroos bezeichnete Löw explizit als "Stabilisator".

Verzichten muss Löw diesmal unter anderen auf Niklas Süle (Bayern München), Leroy Sané (Manchester City), Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) und Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt). Julian Draxler (Paris Saint-Germain) und Antionio Rüdiger (FC Chelsea) erholen sich weiterhin von Verletzungen.

Deutschland in der Qualifikation gleichauf mit den Niederlanden

"Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der Entwicklung dieser noch jungen Mannschaft schon weiter wären. Gerade im Umbruch braucht man eine gewisse Kontinuität. Das war durch die vielen Verletzungen aber nicht möglich, wir konnten uns kaum einspielen", sagte Löw.

In der Qualifikationsphase für die EM 2020 steht die deutsche Nationalmannschaft derzeit auf Platz zwei. Mit 15 Punkten liegt sie gleichauf mit den Niederlanden. Auf dem dritten Platz folgt Nordirland mit 12 Punkten. Zum Turnier antreten dürfen der Gruppensieger und der Gruppenzweite.

Am 16. November spielen die Deutschen in Mönchengladbach gegen Belarus. Drei Tage später trifft die Mannschaft in Frankfurt auf Nordirland. Sollten die Niederlande ihr Spiel in Nordirland gewinnen, reicht der Löw-Auswahl bereits ein Remis gegen Belarus für die EM-Teilnahme. Bei einer Niederlage gegen Belarus würde ein Remis gegen Nordirland reichen, da dann im schlechtesten Fall bei Punktgleichheit der direkte Vergleich mit den Briten nach dem Sieg in Belfast im September für Deutschland sprechen würde.