Jürgen Klinsmann kehrt in die Fußballbundesliga zurück. Der 55 Jahre alte ehemalige Profi und Nationaltrainer wird Mitglied des Aufsichtsrats von Hertha BSC, wie der Fußballbundesligist mitteilte. Dem Verein zufolge vertritt Klinsmann in dem Gremium den neuen Investor Lars Windhorst und dessen Unternehmen Tennor. 

"Ich freue mich, ab sofort Teil des spannendsten Fußballprojektes in Europa zu sein. Zudem bei einem Verein, mit dem mich emotional viel verbindet", teilte Klinsmann, der seit Jahren Vereinsmitglied bei Hertha ist, mit. "Ich bin überzeugt, dass ich mit meinen Erfahrungen und auch mit meinem Netzwerk einiges einbringen kann, um diese Partnerschaft erfolgreich zu gestalten."

Hertha-Manager Michael Preetz teilte zur Verpflichtung Klinsmanns mit: "Ich habe ihn als jemanden kennengelernt, der ebenso wie wir zukunftsorientiert Dinge voranbringen möchte."

Investor überweist weitere 99 Millionen Euro

In der aktuellen Saison sind die Berliner trotz des Trainerwechsels von Pál Dárdai zu Ante Čović bisher hinter den erhöhten Erwartungen zurückgeblieben. Mit dem Engagement von Klinsmann hofft Windhorst auch auf ein stärkeres öffentliches Interesse. Dessen Berufung in den Aufsichtsrat unterstreiche "die Nachhaltigkeit und Ernsthaftigkeit unseres Engagements", hieß es.

Die von Windhorst geführte Tennor Holding überwies nach der ersten 125-Millionen-Zahlung weitere 99 Millionen Euro an die Berliner und erhöhte damit den Anteil an der Hertha KGaA auf 49,9 Prozent. Damit stehen dem Investor vier Plätze im Aufsichtsrat der Profiabteilung des Vereins zu. Das Kontrollgremium hat allerdings auf die wichtigsten Personalentscheidungen keinen Einfluss. Einen der vier Plätze nimmt nun Klinsmann ein.

Klinsmann war im April 2009 nach nicht einmal einer Saison als Bayern-Trainer entlassen worden und hatte der Bundesliga den Rücken gekehrt. Von Juli 2011 bis November 2016 war der frühere Stürmer Nationaltrainer der USA. Klinsmanns Sohn Jonathan spielte von 2017 bis 2019 bei Hertha; er stand in einem Spiel im Tor der Profis.