Mit dem neuen Trainer Markus Gisdol und dem neuen Sportchef Horst Heldt will der 1. FC Köln den siebten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga verhindern. Beide erhalten jeweils einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 und sollen am Dienstagmittag vorgestellt werden. "Wir sind davon überzeugt, eine sehr gute Lösung gefunden zu haben", wird FC-Präsident Werner Wolf in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Gisdol und Heldt hatten bereits 2011/2012 beim FC Schalke 04 zusammengearbeitet. Damals war Gisdol Co-Trainer unter Ralf Rangnick und Huub Stevens, trainierte dann 2013 Hoffenheim und 2017 den Hamburger SV, den er vor dem Abstieg bewahrte. In Köln tritt er nun in die Fußstapfen von Achim Beierlorzer, der nach dem 1:2 gegen die Hoffenheimer entlassen worden war.

Heldt wiederum arbeitete als Manager auf Schalke und wurde zuletzt von Hannover 96 freigestellt. Die vielen Gremien des FC konnte er nicht von Anfang an überzeugen. Erst am Wochenende stimmten alle Verantwortlichen der Personalie zu. "Man findet in jedem Lebenslauf Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Wir sind aber der Überzeugung, die meisten Dinge, die er gemacht hat, sind sehr gut gelaufen", sagte Wolf dazu.

"Ich kenne Herausforderungen dieser Art sehr gut"

Nun kehrt der in Königswinter bei Köln geborene Heldt zu dem Verein zurück, wo er seine Profikarriere begonnen und zwischen Mitte der Neunziger 130 Bundesligaspiele bestritten hatte. "Der FC ist für mich nicht irgendein Job. Ich kehre zu dem Verein zurück, bei dem ich Profi wurde und mit dem mich nach zehn gemeinsamen Jahren sehr viel verbindet", sagte Heldt. "Der 1. FC Köln ist professionell aufgestellt und hat ein riesiges Potenzial."

Für Gisdol hingegen bedeutet das Engagement im Rheinland auch ein Wiedersehen mit dem Stürmer Anthony Modeste, mit dem er bereits bis 2015 in Hoffenheim zusammengearbeitet hatte. Harmonisch war diese Zusammenarbeit aber wohl keineswegs. So beklagte sich Modeste nach seiner Rückkehr aus China nach Köln über das mangelnde Vertrauen von Gisdol. "Ich bin ein Spieler, der das Vertrauen des Trainers braucht. Letzte Saison hatte ich nach dem kleinsten Abspielfehler manchmal die Sorge, ich würde ausgewechselt", sagte der Franzose über seine Zeit mit Gisdol. Der 50-Jährige bezeichnete die aktuelle Situation als "nicht leicht, aber ich kenne Herausforderungen dieser Art sehr gut und bin total überzeugt, dass wir auch diese meistern können".