Die Zehnerjahre gehen zu Ende, ein Jahrzehnt voller Populisten, Social-Media-Posts und: FC-Bayern-Siegen. Acht von zehn möglichen Bundesliga-Meisterschaften schnappten sich die Münchner. Kein Wunder, dass die Bayern auch in der Jahrzehnttabelle der Bundesliga ganz oben stehen.

Rechnet man alle 340 Spieltage, alle 3.060 Spiele des Bundesliga-Jahrzehnts zusammen, bietet sich jedoch auch das ein oder andere überraschende Bild. Dass der BVB auf Platz zwei landet, hätte man auch noch vorhergesehen, aber dann? Leverkusen vor Schalke und Gladbach. Letztere trennen nur vier Punkte.

Platz sechs und sieben gehört gar den grauen Mäusen Wolfsburg und Hoffenheim, es folgen Mainz und Werder Bremen. Mehr waren es dann nicht. Nur neun Teams haben alle Spieltage des Jahrzehnts in der höchsten Liga verbracht.

Auf Platz 18 folgt dann ein Team, dass es gerade noch so in die Erstligatabelle geschafft hat: RB Leipzig. Und das, obwohl es erst seit dreieinhalb Jahren dabei ist. Betrachtet man nur den Punkteschnitt, landet RB sogar auf Platz drei.

Die wenigsten Punkte pro Spiel holte übrigens die Spielvereinigung Greuther Fürth, die nach nur einem Jahr relativ chancenlos wieder absteigen musste. Die schlechteste Tordifferenz des Jahrzehnts hat der Hamburger SV, die meisten Gegentore bekam der SV Werder. Es war nicht das Fußballjahrzehnt des Nordens.

Noch weniger war es ein Jahrzehnt des Ostens. RB holte zwar 223 Punkte nach Leipzig. Als echten Ostclub sehen viele den Club aus der Retorte aber nicht. Lediglich Union Berlin konnte noch ein paar Zähler für den Osten holen. Neben den neuen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen konnte sich übrigens auch Schleswig-Holstein und das Saarland nicht über Bundesligapunkte freuen. Vielleicht ja dann in den Zwanzigerjahren.