Mit einem sehr knappen Sieg gegen Lettland im dritten Gruppenspiel der Handball-EM hat sich die deutsche Nationalmannschaft für die Hauptrunde qualifiziert. Zwei Tage nach dem verlorenen Spiel gegen Spanien besiegte sie den Außenseiter mit 28:27 (16:11) vor 2.500 Zuschauenden im norwegischen Trondheim.

Lettland, das in den ersten beiden Spielen gegen Spanien und die Niederlande verloren hatte, begann die Partie stark und lag nach zwölf Minuten mit 6:5 in Führung. Kurz darauf glichen die Deutschen aus. Kurz vor der Pause führte das Team von Bundestrainer Christian Prokop mit 13:8.

In der zweiten Hälfte schien Deutschland die Partie bereits in der 43. Minute bei einem Stand von 24:17 entschieden zu haben. Durch zahlreiche leichtfertige Fehler im Angriff konnten die Letten die deutsche Führung jedoch zehn Minuten vor Schluss auf 25:22 verkürzen. In der darauf folgenden Auszeit ersetzte Prokop den in der zweiten Hälfte deutlich schwächeren Torwart Johannes Bitter durch Andreas Wolff.

Kurz vor Spielende war der Einzug des deutschen Teams in die Hauptrunde wieder gefährdet. Die Letten konnten auf zwei Tore verkürzten, 40 Sekunden vor Spielende gar auf einen Treffer beim Stand von 28:27 – dies wurde dann aber doch der Endstand der Partie.

Am Donnerstag beginnt die nächste Turnierphase mit einem Spiel gegen Belarus, als weiterer Gegner in der Hauptrunde steht bislang nur Kroatien fest.