1. FSV Mainz 05 – FC Schalke 04 0:0 (0:0)

Der FC Schalke 04 hat im Kampf um einen Europacup-Platz mit dem torlosen Remis beim FSV Mainz 05 wieder wertvolle Punkte liegen gelassen. Für die Gelsenkirchener war es bereits das neunte Unentschieden in der Fußball-Bundesliga-Saison und das vierte Spiel in Folge ohne Sieg. Für die Mainzer war es dagegen in der 22. Begegnung das erste Remis sowie der erste Punktgewinn vor heimischer Kulisse nach zuvor vier Niederlagen in der Opel-Arena.

Schalkes Rückstand auf Rang vier beträgt nun schon sechs Punkte. Mainz verbleibt nach dem ersten Saisonremis mit 22 Punkten weiter auf Rang 15 der Tabelle und hat den Abstand auf den Abstiegsrelegationsplatz auf fünf Zähler ausgebaut.

Richtig gute Laune kam unter den 27.482 Zuschauern beim Fastnachtsheimspiel der Mainzer zunächst nicht auf. Die Gastgeber in den eigens dafür designten vierfarbigen Trikots hatten in der Offensive ebenso wenig zu bieten wie die Schalker. Sie hatten ihre erste, einzige und bis zur Pause hochkarätigste Chance in der 34. Minute. Nach einem Freistoß von Bastian Oczipka konnte 05-Keeper Robin Zentner den von Matija Nastasić aus zehn Meter auf das Tor geköpften Ball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenken.

Nach dem Wiederanpfiff war Schalke die aktivere Mannschaft, aber nicht die effektivere. Ein Dropkick von Weston McKennie (49.), der einen halben Meter am Mainzer Gehäuse vorbeischoss, war nicht mehr als ein Achtungssignal. Aber auch die Platzherren hatten vor dem gegnerischen Tor lange nicht wirklich viel zu bieten. Allerdings hätten die Mainzer um ein Haar doch noch den ersten Sieg nach vier Heimniederlagen geschafft: Nach einem Einwurf ließ Jonjoe Kenny in der 78. Minute Quaison ziehen, dessen Schuss Nübel gerade noch an die Latte lenkte. Auf der anderen Seite köpfte Kenny in der Nachspielzeit freistehend nur hauchdünn am Tor von Mainz vorbei.

1. FC Köln – FC Bayern München 1:4 (0:3)

Der FC Bayern hat die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga zurückerobert. Die Münchner gewannen beim zuvor viermal in Folge daheim siegreichen 1. FC Köln mit 4:1 (3:0). Das Team von Trainer Hansi Flick entriss damit den am Samstag an die Spitze gesprungenen Leipzigern direkt wieder die Tabellenführung. In der zweiten Halbzeit sparten die Münchner Kräfte und gewährten den tapfer kämpfenden Kölnern einige Chancen.

Unbeeindruckt von den klaren Siegen der Konkurrenten Leipzig (3:0 gegen Bremen), Dortmund (4:0 gegen Frankfurt) und Mönchengladbach (4:1 in Düsseldorf) legten die Münchner mit einer 3:0-Führung nach nur elf Minuten den Grundstein für den Erfolg.

Robert Lewandowski mit seinem 23. Saisontor (3. Minute), Kingsley Coman beim Startelf-Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause (5.) und Serge Gnabry (12.) schossen die schnellste 3:0-Auswärtsführung in der ruhmreichen Bundesliga-Geschichte des FC Bayern heraus. Gnabry legte nach (66.), Köln kam durch Mark Uth zum Ehrentreffer (70.). Thomas Müller verbucht nach seinen Vorlagen zum 1:0 und 2:0 zudem nun 14 Assists in dieser Bundesliga-Saison, das schaffte seit Einführung der genauen Datenerfassung im Jahr 2004 noch niemand.

Fortuna Düsseldorf – Borussia Mönchengladbach 1:4 (1:1)

Borussia Mönchengladbach hat zum ersten Mal seit 30 Jahren das Niederrhein-Derby bei Fortuna Düsseldorf gewonnen. Damit bleiben die Gladbacher im Titelrennen der Fußball-Bundesliga. Jonas Hofmann (22. Minute), Kapitän Lars Stindl (51./77.) und Ex-Fortune Florian Neuhaus (82.) sicherten des Auswärtssieg vor 51.000 Zuschauern. Für Düsseldorf traf Erik Thommy (29.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Mit 42 Zählern bleibt Gladbach punktgleich Vierter mit Borussia Dortmund. Da das Spiel gegen in der Vorwoche ausgefallen war, hat Gladbach ein Spiel weniger als die Konkurrenz. Düsseldorf bleibt mit 17 Punkten Drittletzter. Trainer Uwe Rösler, der dem beurlaubten Friedhelm Funkel nachfolgte, wartet nach zuvor zwei Unentschieden auf den ersten Sieg.

Vor der Führung der Gäste trat Fortunas Nana Ampomah nach einem Zuspiel von Valon Berisha in aussichtsreicher Position über den Ball. Im Gegenzug netzte Hofmann nach einem Pass von Marcus Thuram ins lange Eck ein. Der Abstiegskandidat hielt in der Folge aber dagegen. Sieben Minuten nach dem Rückstand glich Thommy aus.

Die Borussia erhöhte in der zweiten Hälfte das Tempo. Kurz nach der Pause legte erneut Thuram für Kapitän Stindl auf, der sein Team wieder in Führung brachte. Gladbach drückte auf weitere Tore und belohnte sich mit dem dritten Saisontreffer Stindls und dem 4:1 durch Neuhaus. Die Fortuna beendete das Spiel zu zehnt, da Alfredo Morales nach einem Zusammenprall mit Tobias Strobl vom Feld musste und Rösler bereits dreimal gewechselt hatte.

RB Leipzig – Werder Bremen 3:0 (2:0)

Im Stile eines Titelkandidaten hat RB Leipzig die Abstiegssorgen von Werder Bremen vergrößert. Die Sachsen gewannen mit 3:0 und sicherten sich in der Fußball-Bundesliga zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung vor dem FC Bayern.

Nationalspieler Lukas Klostermann (18.), Patrik Schick (39.) und Nordi Mukiele (46.) bescherten den Leipzigern vor 41.308 Zuschauern eine gelungene Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Mittwoch bei Tottenham Hotspur. Bremen taumelt dagegen der Zweitklassigkeit entgegen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt hat nun acht ihrer vergangenen neun Ligapartien verloren.

Offensiv blieb Werder über die gesamte Spielzeit ausrechenbar und spielte zu statisch. Ein Fernschuss von Marco Friedl am Leipziger Tor vorbei (33.) blieb lange die beste Chance der Gäste, die sich auch in der zweiten Halbzeit nicht entscheidend steigern und wehren konnten. Schon vor der Partie waren 606 Bundesliga-Minuten ohne selbst erzieltes Werder-Tor vergangen. Die Leipziger, die nach vier Pflichtspielen ohne Sieg ebenfalls unter einem gewissen Druck standen, nutzten ihre Chancen dagegen konsequent.

TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg 2:3 (1:1)

Wout Weghorst und die Videoassistenten prägten die Bundesliga-Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg. Beim 3:2 (1:1)-Sieg der Gäste erzielte der niederländische Stürmer drei Tore. Das zwischenzeitliche 2:1 fiel nach einem zweifelhaften Foulelfmeter (52. Minute.). Kurz darauf ermöglichten Schiedsrichter Sören Storks und seine VAR Deniz Aytekin und Eduard Beitinger auch den Ausgleich durch Andrej Kramaric (60.) - weil Weghorst ein Handspiel begangen hatte.

Auch seinen ersten Treffer erzielte Weghorst per Strafstoß. Vorausgegangen war ein klares Handspiel von Sebastian Rudy, Weghorst verwandelte sicher zur Führung. In der 40. Minute jubelten die Wolfsburger erneut: Der 1,97-Meter-Mann hatte sich im Kopfball-Duell gegen TSG-Kapitän Benjamin Hübner durchgesetzt, Admir Mehmedi drückte den Ball über die Linie. Doch Schiedsrichter Storks nahm den Treffer nach Rücksprache mit den Videoassistenten zurecht zurück, weil Mehmedi im Abseits stand.

Fünf Minuten später köpfte Baumgartner zum 1:1 (45.) ein. Viel Hektik und Unverständnis herrschte nach einer erneuten VAR-Entscheidung: Wolfsburgs Kevin Mbabu blieb im gegnerischen Strafraum im Rasen hängen und wurde erst danach von TSG-Kapitän Benjamin Hübner getroffen. Dennoch zeigte Storks auf den Elfmeterpunkt, und Weghorst traf zum 2:1.

Nach einem Freistoß des Hoffenheimers Robert Skov kam abermals der Videoassistent zum Einsatz: Der Ball landete an der Hand Weghorsts – wieder Strafstoß. Kramaric glich zum 2:2 aus. Weghorst mit seinem zehnten Saisontreffer (71. Minute) sicherte dann den Sieg der Gäste.

SC Paderborn 07 – Hertha BSC Berlin 1:2 (0:1)

Vier Tage nach dem Rücktritt von Trainer Jürgen Klinsmann machte Hertha BSC einen Schritt in Richtung Klassenerhalt: Unter dem neuen Chefcoach Alexander Nouri gewannen die Berliner beim SC Paderborn mit 2:1 (1:0) und bescherten Nouri den ersten Erfolg als Trainer nach 21 sieglosen Partien mit Bremen und Ingolstadt. Vor 14.687 Zuschauern erzielten Dedryck Boyata (10. Minute) und Matheus Cunha (67.) die Treffer für die Gäste. Dennis Srbeny gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für den Aufsteiger (51.), der damit Tabellenletzter bleibt.

Nouri, der vor dem Spiel kurz mit Klinsmann telefoniert hatte, veränderte die Berliner Mannschaft im Vergleich zum 1:3 gegen Mainz auf vier Positionen. Unter anderem rückte der aus Leipzig gekommene Stürmer Matheus Cunha in die Startelf.

Die frühe Führung gab den Gästen Sicherheit. Die Berliner standen stabil, wurden von den harmlosen Gastgebern aber auch kaum gefordert. Der Aufsteiger wirkte zwar bemüht, hatte aber einfach nicht die spielerischen Mittel, um die dichte Hertha-Defensive in Gefahr zu bringen. Nach dem Ausgleich durch Srbeny wackelten die Berliner kurzzeitig, doch Cunha brachte die Hertha wieder in Führung. Paderborns Torwart Leopold Zingerle konnte einen Schuss nur nach vorne abprallen lassen, Cunha war im zweiten Nachschuss erfolgreich.

FC Augsburg – SC Freiburg 1:1 (1:0)

Der SC Freiburg verpasste einen ersten Bundesligasieg beim FC Augsburg auch im achten Anlauf. Vor 26.822 Zuschauern erzielte Philipp Max mit seinem siebten Saisontor (38. Minute) die schmeichelhafte Augsburger Führung. Janik Haberer glich nach der Halbzeit (51. Minute) aus. Die Freiburger bleiben mit 33 Punkten in Reichweite zu den Europa-League-Plätzen, die Augsburger liegen sechs Zähler dahinter.

In der Anfangsphase agierten die Augsburger passiv. Eine Woche nach dem 0:5 in Frankfurt gaben sie ihren Freiburger Gegenspielern in Zweikämpfen oft nur Geleitschutz. Dennoch hatte der FCA vorerst sogar die beste Torchance: Marco Richter (24.) traf aus 17 Metern den Außenpfosten. Die Freiburger zeigten hingegen ihre taktische Flexibilität und einen flüssigen Spielaufbau. Mit den drei Neuen Manuel Gulde, Haberer und Vincenzo Grifo erarbeiteten sie sich jedoch auch keine zwingende Torchance. Stattdessen reichte den Hausherren eine gute Gelegenheit, um in Führung zu gehen.

Nach dem Augleich durch Haberer, bei dem FCA-Verteidiger Raphael Framberger einen Schuss unhaltbar abfälschte, verpasste der Freiburger Torschütze in der 66. Minute das 2:1. In der Schlussphase agierten beide Teams zu harmlos.

FC Union Berlin – Bayer 04 Leverkusen 1:1 (1:1)

Bayer Leverkusen hält nach einem Last-Minute-Treffer den Anschluss zu den Spitzenteams der Bundesliga. Beim 1. FC Union Berlin setzte sich die Mannschaft von Trainer Peter Bosz mit 3:2 (1:1) durch und feierte den fünften Erfolg in den vergangenen sechs Partien. Für die Unioner war es die fünfte Heimniederlage der Saison, die den Aufwärtstrend vorerst stoppte.

Christian Gentner (7. Minute) und Marius Bülter (87.) trafen für Berlin. Für die Gäste waren Nationalspieler Kai Havertz (22.), Moussa Diaby (83.) und Karim Bellarabi (90.+4) erfolgreich und drehten das Spiel in der turbulenten Schlussphase noch. Bereits am 4. März empfängt Leverkusen die Berliner im Viertelfinale des DFB-Pokals zum nächsten Duell.

Angetrieben von 22.012 Zuschauern startete Union mit viel Druck. Nachdem die erste Großchance von Sebastian Andersson (3.) ungenutzt blieb, machte es Gentner mit einem Distanzschuss besser. Bayer-Keeper Lukas Hradecky war bei dem wuchtigen Versuch aus 18 Metern in den Winkel chancenlos. Schon in den Anfangsminuten hatte Berlin mehr Möglichkeiten als im gesamten Hinspiel, das Leverkusen 2:0 gewonnen hatte. Zwar hatten die Berliner in der Schlussphase klare Vorteile beim Ballbesitz, gerieten aber trotzdem in Rückstand. Bülter erzielte in den hitzigen und hektischen Minuten kurz vor dem Ende erneut den Ausgleich für Union. In der Nachspielzeit sicherte Bellarabi den Gästen den Sieg.

Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 4:0 (1:0)

Mit 4:0 gewann Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt. Die Dortmunder dominierten das Spiel von Beginn an. In der elften Minute hatte Frankfurt Glück, als Raphaël Guerreiro nach einem Freistoß über die Frankfurter Mauer hinweg den rechten Außenposten traf. Erst zehn Minuten später kam die erste Offensivaktion der Gastmannschaft mit einer weiten Flanke von Filip Kostić vors Dortmunder Tor, die jedoch nicht seine Teamkollegen fand.

In der 33. Minute erzielte Łukasz Piszczek das 1:0 für Dortmund. Achraf Hakimi bereitete es mit einem Pass aus dem Sechzehner an den herbeieilenden Verteidiger vor, der den Ball mit einem flachen Schuss ins Tor beförderte. Kurz vor der Pause schoss Hakimi noch einen Ball knapp über das Frankfurter Tor hinweg, zur Halbzeit stand es 1:0.

In der zweiten Halbzeit gab es dann wesentlich mehr Aktion, auch, weil die Frankfurter nach dem Rückstand auf eine offensivere Spielweise umstellten. Nützlich war dies jedoch vor allem für Dortmund: In der 49. Minute traf Jadon Sancho zum 2:0 nach einem langen Pass von Axel Witsel. Kurz darauf erzielte dann Jungstar Erling Haaland das 3:0 und damit seinen achten Treffer im fünften Spiel bei Dortmund. Wieder war es Hakimi, der den Treffer im Passwechsel mit Sancho vorbereitete.

Eine Viertelstunde vor Spielende hat es nach wie vor keinen Vorstoß der Frankfurter in den Dortmunder Strafraum gegeben. Dafür setzte Raphael Guerreiro noch eins drauf und traf zum 4:0 für die Borussen (74.), als der Ball nach einer Abwehraktion des Frankfurter Verteidigers Martin Hinteregger bei ihm landete. Das war dann auch der Schlussstand der Partie.