FC Bayern München – Tottenham Hotspurs 3:1 (2:1)

Mit einem 3:1-Sieg gegen die Tottenham Hotspurs hat der FC Bayern München als erstes deutsches Team die Vorrunde der Champions League mit einem Maximum von 18 Punkten abgeschlossen und dabei auch noch das beste Torverhältnis aller sechs Siegerteams erzielt.

Dem Spiel beider Mannschaften war anzumerken, dass der FC Bayern schon als Gruppensieger feststand und Tottenham ebenfalls schon fürs Achtelfinale qualifiziert war. Die Bayern kamen insgesamt besser in die Partie und hatten deutlich mehr Spielanteile, brauchten aber zehn Minuten, um ihre Präzision zu finden. Die erste Chance hatte Benjamin Pavard (12.), der volley nach Flanke von Ivan Perišić an Tottenhams Keeper Paulo Gazzaniga scheiterte, Thiagos anschließender Nachschuss war zu harmlos. Zwei Minuten später traf dann Kingsley Coman nach Serge Gnabrys Zuspiel. Mitten in die Bayern-Dominanz fiel völlig überraschend der Ausgleich durch den erst 19 Jahre alten Ryan Sessegnon (20.). Dabei sah Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng unglücklich aus.

Vier Minuten später dann der Schreck: Coman verletzte sich nach einer Ballannahme ohne Gegnereinwirkung offenbar am linken Knie. Der 23-Jährige humpelte gestützt auf Betreuer zur Untersuchung in die Kabine. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte Gnabry (38.) zunächst Pech mit einem Schuss an den linken Pfosten. Kurz vor der Pause dann erneut die verdiente Führung durch den für Coman gekommenen Thomas Müller (45.), der nach einem Pfostenschuss von Alphonso Davies am schnellsten reagierte. Sekunden später haute Coutinho den Ball aus rund 20 Meter an die Unterkante der Latte.

Auch nach dem Wechsel waren die Bayern überlegen, aber lange Zeit nicht mehr so zwingend wie in Hälfte eins. Schließlich traf Coutinho (64.) aus 18 Metern – sein erster Champions-League-Treffer für die Bayern. Danach passierte kaum noch etwas. Die Spieler beider Mannschaften waren sichtlich bemüht, Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen und Verletzungen zu vermeiden.

Bayer 04 Leverkusen – Juventus Turin 0:2

Bayer Leverkusen hat gegen Juventus Turin 0:2 verloren und steigt damit als einziger deutscher Verein in die Europa League ab.

Leverkusen begann engagiert, mutig, allerdings auch anfällig in der Defensive. Die Hoffnung, dass die bereits für das Achtelfinale qualifizierten Gäste mit halber Kraft spielen würden, war schnell dahin. Zwar hatte Leverkusen mit dem Pfostenschuss des auffälligen Moussa Diaby (11.) die beste Chance der Anfangsphase. Sekunden zuvor hatte der sichtlich motivierte Ronaldo die Führung der Gäste nach einem ungenauen Anspiel von Gonzalo Higuaín aber nur knapp verpasst.

Auf dem Rasen hatten wieder Cristiano Ronaldo (21.) und Juan Cuadrado (21.) die Juve-Führung auf dem Fuß. Leverkusens Karim Bellarabi scheiterte an Turins Torwart-Ikone Gianluigi Buffon (22.). Spielmacher Kai Havertz agierte im Bayer-Mittelfeld zunächst unauffällig, die schnellen Angriffe der Gastgeber liefen zumeist über Diaby und den nach etwas über einer Stunde ausgewechselten Bellarabi. Die Leverkusener hielten sich gut im Spiel und setzten die Juve-Stars angefangen bei Buffon früh in deren eigener Hälfte unter Druck. Ein kluges Anspiel von Bellarabi auf Havertz in den Strafraum der Italiener konnte von Merih Demiral gerade noch entschärft werden (44.).

Den Gästen von Trainer Maurizio Sarri boten sich dadurch aber immer wieder Räume. Ronaldos vermeintliches Führungstor nach dem Wiederanpfiff wurde wegen einer Abseitsposition des Portugiesen nicht gegeben (51.). Kurz darauf fiel in Madrid das 2:0, das Achtelfinale rückte für Leverkusen damit in weite Ferne.