"René hat es in der Hand, ob er bei der WM spielt", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke am Montag in München. Der Keeper vom Bundesligisten Bayer Leverkusen wird auch beim Test gegen Argentinien am kommenden Mittwoch im Tor stehen. Adler hat bisher acht Länderspiele bestritten.

Köpke sagte, er habe am Vormittag zunächst Schalkes Keeper Manuel Neuer informiert und erst dann Adler. Mit dem derzeit verletzten Tim Wiese (Werder Bremen) habe er noch nicht telefoniert. Auch mit Blick auf Neuer und Wiese betonte er: "Wir sind von den Torhütern, die wir haben, überzeugt." Es könne aber nur einer im Tor stehen.

Adler wird sich in Südafrika wohl in die große Reihe der WM-Torhüter von Toni Turek über Sepp Maier und Harald Schumacher bis hin zu Oliver Kahn und Jens Lehmann einreihen. Besonders unter Druck gesetzt fühle er sich dadurch aber nicht, sagte der 25-Jährige: "Ich arbeite auch daran, dass ich ein großer Name werde."

Adler zeigte sich froh über das Vertrauen des Trainerteams. "Es ist eine sehr, sehr große Herausforderung", sagte der Keeper. Schließlich sei die Torhüterposition "eine ganz besondere". Bei der WM vom 11. Juni bis 11. Juli in Südafrika will er mit starken Leistungen zu einem gelungenen Auftritt der DFB-Auswahl beitragen. "Ich versuche dazu beizutragen, dass wir ein großes Turnier spielen."

Ende Januar hatte Löw am Rande des Fitnesstests in Sindelfingen und Stuttgart gesagt: "Eine aktuelle Rangfolge gibt es nicht. Der Torhüter, der gegen Argentinien spielt, hat einen kleinen Vorteil."