Was tun Sie denn instinktiv, Herr Bailly? Wahrscheinlich rennen Sie. Und machen damit genau das Richtige.

Das wissenschaftliche Argument, vorgetragen in der Fachzeitschrift Weather, lautet etwa so: Stellen Sie sich vor, Sie wären ein aufrecht gehender Ziegelstein. Dann werden im Regen hauptsächlich Ihre vordere und Ihre obere Seite naß. Wieviel die Frontpartie abkriegt, hängt nur von der zurückgelegten Entfernung ab - Sie nehmen sozusagen alle Tropfen mit, die sich in dem durchquerten Raum befinden. Wieviel Wasser Sie von oben trifft, hängt dagegen von der Zeit und damit von der Geschwindigkeit ab - je länger Sie im Regen sind, um so nasser werden Sie. Deshalb ist es sinnvoll, sich zu beeilen.

Differenzen gab es zwischen den Forschern lediglich darüber, wieviel weniger Wasser man beim Rennen abbekommt. Schließlich machten die Amerikaner Thomas Peterson und Trevor Wallis den Praxistest. Ergebnis: Der sprintende Wallis bekam vierzig Prozent weniger Tropfen ab als sein langsam schreitender Kollege. Christoph Drösser

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