Nichts. Die Farbe der Eier ist zwar genetisch bedingt (ein Huhn legt entweder nur braune oder nur weiße Eier), aber es gibt kein einfaches Merkmal am Huhn, an dem Sie zweifelsfrei erkennen können, wie das Ei aussehen wird. Auch die Farbe der Ohrläppchen, die manchmal als Kriterium genannt wird, stimmt nicht immer mit der Farbe der Eier überein.

Das gelte jedenfalls für die frei laufenden Rassehühner auf kleineren Höfen, wo die Vielfalt der Hühnersorten sehr groß sei, erklärt Johannes Petersen von der Universität Bonn. In den großen Legebatterien dagegen werden nur wenige unterschiedliche Rassen gehalten, und die Daumenregel "braune Federn, braune Eier - weiße Federn, weiße Eier" stimmt meistens. Aber das liegt nur an den dort verwendeten Züchtungen.

Auf dem deutschen Frühstückstisch hat übrigens in den letzten fünfzehn Jahren eine Farbrevolution stattgefunden: Bevorzugten die Deutschen früher weiße Eier, so ist das Verhältnis heute 60 : 40 zugunsten der braunen. Christoph Drösser

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