Stechmücken setzen unterschiedliche Sinne ein, um sich ihre Opfer auszusuchen. Aus der Ferne folgen sie besonders den farblichen Reizen. Ist ein potentielles Opfer entdeckt, benutzen die Mückenweibchen - nur sie stechen - ihren sehr feinen Geruchssinn. Die Erkenntnisse über die olfaktorischen Präferenzen der Mücken sind noch sehr lückenhaft, aber es gibt einige Anhaltspunkte: Aus der Nähe orten die Insekten den Menschen anhand des Kohlendioxids, das er beim Atmen von sich gibt. Wen sie dann stechen und wen nicht, hängt von den individuellen Ausdünstungen ab, also vom Schweißgeruch, der aber nichts mit der Zusammensetzung des Blutes zu tun hat. Insbesondere Buttersäure scheint Mücken wild zu machen. Aber auch auf manche Parfums würden die Insekten fliegen, berichtet der Mückenexperte Michael Henn von der Uni München. Andere Gerüche wiederum stoßen Mücken ab - darauf basieren die natürlichen und künstlichen Antimückenlotionen. Christoph Drösser

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