Hornissen werden zu Unrecht als Horrorwesen dargestellt. Die Naturschutzverbände versuchen seit Jahren, den Ruf des größten staatenbildenden Insekts unserer Breiten zu verbessern - und da wollen wir uns gern anschließen: Hornissen sind sehr friedliebende, scheue Tiere. Sie sind weniger angriffslustig als etwa Honigbienen und ziehen die Flucht vor, wenn es brenzlig wird. Sollten sie doch einmal zustechen (etwa weil sie glauben, daß man sich an ihr Nest heranmachen will), dann ist die Wirkung nicht schlimmer als bei einer Biene oder Wespe. Allenfalls bei allergischen Reaktionen ist Vorsicht geboten.

Wahrscheinlich haben die wenigsten Menschen je eine Hornisse zu sehen bekommen, denn die schwarz-gelb gestreiften Brummer sind fast ausgestorben und stehen auf der roten Liste der geschützten Tierarten. Fazit (um es in den Worten des Naturschutzbundes Nabu auszudrücken): Ein Zusammenleben von Mensch und Hornisse ist möglich.

Richtig bleibt allerdings, was Robert Gernhardt einmal festgestellt hat: Ein einziger Pferdebiß reicht aus, um eine Hornisse zu töten. Christoph Drösser

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