Stimmt. Die medizinischen Fachbücher geben die maximale Körpertemperatur, die ein Mensch überleben kann, mit 42,3 Grad an. Es sollen aber auch schon Menschen eine kurzfristige Erwärmung auf 43 Grad überlebt haben. Der Grund für diese Temperaturempfindlichkeit sind die Proteine, also Eiweiße, aus denen unser Körper aufgebaut ist. So wie das Eiweiß im Hühnerei schon bei relativ mäßigen Temperaturen gerinnt, "denaturieren" auch die menschlichen Proteine. Besonders im Hirn treten dann irreparable Schäden auf.

Sie brauchen aber in den meisten Fällen bei zunehmendem Fieber keine Angst zu haben, dass die Temperatur über alle Maßen steigt. Fieber wird ausgelöst durch eine "Sollwertverstellung" des biologischen Thermostaten, der im Gehirn sitzt, genauer gesagt im Hypothalamus. Der dreht die Temperatur hoch, wenn das körpereigene Abwehrsystem viel zu tun hat, aber er weiß eigentlich auch recht genau, wann es zu heiß wird. Gefährlich wird es, wenn dieser Thermostat selber gestört ist, etwa durch eine Hirnverletzung.

Ein ganz anderer Fall ist die so genannte Hyperthermie. Von der spricht man, wenn der Körper immer wärmer wird, weil das Kühlsystem die Hitze nicht mehr abführen kann (Beispiel: Bösewicht sperrt James Bond in der Sauna ein). Gelangt der Mensch dann nicht bald in eine kühlere Umgebung, kommt es zum Hitzschlag und schließlich zum Tod. Christoph Drösser

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