Na ja, drei ist ein bisschen übertrieben. Aber die Bittermandeln haben es tatsächlich in sich.

Der Stoff, der die Mandeln so gefährlich macht, heißt Amygdalin und ist in der bitteren Variante mit einem Anteil von drei bis fünf Prozent enthalten. Im Magen wird diese Substanz umgewandelt, und dabei entsteht die hochgiftige Blausäure, von der schon etwa 50 Milligramm für einen Erwachsenen tödlich sind.

Aus dem Amygdalin einer einzigen Bittermandel bildet sich etwa ein Milligramm Blausäure. Also wird sich wohl kaum ein Erwachsener, nachdem er vielleicht aus Versehen in die falsche Tüte gelangt hat, mit Bittermandeln vergiften. Wirklich gefährlich werden können der Verzehr dagegen für Kleinkinder: Bei denen können drei bittere Mandeln bereits zu schweren Vergiftungserscheinungen führen, sieben bis zehn können tödlich sein. Die Packungen sollten also immer für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden!

Mit Bittermandeln zubereitete gekochte oder gebackene Speisen kann man übrigens bedenkenlos genießen: Die Blausäureverbindungen sind sehr flüchtig und werden durch Erhitzen vernichtet - es bleibt nur das angenehme Aroma. Christoph Drösser

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