Im US-Bundesstaat Kalifornien können illegale Einwanderer künftig unter bestimmten Bedingungen mit staatlicher Hilfe für ein Universitätsstudium rechnen. Der demokratische kalifornische Gouverneur Jerry Brown setzte am Wochenende den sogenannten Dream Act in Kraft. Damit steht illegalen Einwanderern, die in Kalifornien zur Schule gegangen sind, eine staatliche Ausbildungsförderung zu. Die Behörden rechnen damit, dass rund 2.500 Studenten die Gelder in Höhe von insgesamt 14,5 Millionen US-Dollar in Anspruch nehmen werden.

"Zur Universität zu gehen, ist ein Traum, der den Intellekt und kreatives Denken fördert", erklärte Brown. Von dem Gesetz würden alle Seiten profitieren. Sein Amtsvorgänger Arnold Schwarzenegger hatte das Gesetz abgelehnt. Dass die Maßnahme nun im liberalen Kalifornien verabschiedet wurde, könnte auch als Signal an die Abgeordneten in Washington gewertet werden, das Gesetz nun auch auf Bundesebene zu verabschieden.

Unterstützer des Dream Acts fordern, dass die USA Jugendlichen dabei helfen sollten, einen höheren Bildungsweg einzuschlagen, da davon der zukünftige Erfolg des Landes abhänge. Kritiker befürchten dagegen, dass Einwanderer damit ermutigt werden könnten, illegal in die USA einzureisen.