Eine Stellungnahme von Gudrun Gersmann, Prorektorin für Internationales:

Zuerst einmal: Es ist wichtig, wenn unsere Studierenden uns sagen, was ihnen nicht gefällt. 50.000 junge Menschen sind unser Kapital. Sie geben uns immer wieder Hinweise darauf, was wir verbessern können.  

Wenn jemand, wie unser finnischer Gast, den Blick über den Tellerrand geworfen hat, umso besser! Wir können immer von anderen Hochschulen lernen. Wir alle, nicht nur die Studierenden, haben uns einer lebenslangen Weiterentwicklung verpflichtet. Wir sind eine lernende Kultur. Aber konkret:   

Juuso Nisula kritisiert die Art, wie im Master Degree Programm Inhalte vermittelt werden, Stichwort Pädagogik.    

Good News: Wir werden ab dem kommenden Semester mehr Seminare anbieten, auch die Anzahl der englischsprachigen Angebote wird ausgedehnt. Und, ja, über die Ästhetik von E-Learning Plattformen kann man streiten, aber unsere Infos sind alle im Netz abrufbar. Videos, Powerpoint-Folien und Texte. Und wir bauen auch hier aus: Vielen ist schon aufgefallen, dass wir Kameras in den Hörsälen montiert haben. Damit werden künftig Vorlesungen mitgeschnitten und blitzschnell ins Netz gestellt.   

Papierausweis? Ist bald vorbei, hat Juuso Nisula schon angedeutet und es stimmt, den Papierausweis schaffen wir ab, nächstes Jahr gibt's die UCCard. Alles digital und der Vorläufer eines komplexen Campusmanagement-Systems, über das man seinen Studiengang komplett organisieren kann.   

Apropos Technologie. Wenn Juuso Nisula jetzt unsere neuen Websites aufruft, dann sieht er, wir haben ein internationales Portal aufgebaut – durchgehend auf Deutsch und Englisch mit Wegweisern durch das Studium, zu unseren Berater/inne/n und Tipps für das Leben in Köln.   

Wir kommunizieren, allerdings braucht es bei einer so großen Institution manchmal etwas länger. Juuso Nisula verweist auf andere Unis, die schneller und großzügiger ausgestattet seien als wir. Aber mal ehrlich. Das sind entweder privat finanzierte Institutionen oder Hochschulen, die über ein Vielfaches der Mittel verfügen, die wir hier in Deutschland haben. Wir heißen Studierende aus aller Welt willkommen und sind eines der wenigen Länder, welches eine anerkannte Ausbildung OHNE Studiengebühren anbietet. Das sollte man an dieser Stelle auch einmal erwähnen.