Sechs Universitäten und vier Fachhochschulen sind für ihre Leistungen in der Lehre ausgezeichnet worden. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Kultusministerkonferenz fördern die ausgezeichneten Hochschulen mit insgesamt zehn Millionen Euro. Die Gelder gehen an die Universitäten Aachen, Bielefeld, Freiburg, Kaiserslautern, München (TU) und Potsdam sowie an die Fachhochschulen Bremerhaven, Hamburg, Köln und Potsdam. Die Preisgelder für die einzelnen Hochschulen werden je zur Hälfte vom Stifterband und vom jeweiligen Sitzland der prämierten Hochschule aufgebracht.

Die ausgewählten Hochschulen hätten mit ihren Studierenden eine neue Lehr-Lern-Partnerschaft geschlossen, sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Andreas Schlüter. Bei der Bekanntgabe der Preisträger forderten Hochschulexperten eine Art Deutsche Lehrgemeinschaft - ähnlich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Förderung der Hochschulforschung. Deutschland sei in Sachen Hochschuldidaktik "nach wie vor Notstandsgebiet", sagte Jurymitglied Hans N. Weiler von der Stanford University (USA).

Hamburgs Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) sagte: "Lehre und Forschung sind gleichrangige Kernaufgaben der Hochschulen." Gundelach zeigte sich überzeugt, dass der Wettbewerb um gute Lehre künftig fortgesetzt wird.

Der Wissenschaftsrat hatte kürzlich eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen zugunsten einer besseren Lehre und Betreuung der Studenten verlangt. Allein an den Universitäten fehlten dafür rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Noch in diesem Jahr will der Wissenschaftsrat Berechnungen für die Fachhochschulen vorlegen.