Dieter Lenzen, noch Präsident der Freien Universität Berlin, ist zum künftigen Uni-Präsidenten in Hamburg gewählt, hat die Wahl allerdings noch nicht angenommen. Er gilt wie seine geschasste Vorgängerin Monika Auweter-Kurtz als wirtschaftsnah und autoritär.

Die Uni-Spitzenposition in Hamburg ist seit rund vier Monaten unbesetzt. Die achtköpfige Findungskommission, die je zur Hälfte aus Mitgliedern des Hochschulrats und des Akademischen Senats besteht, suchte seitdem einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Monika Auweter-Kurtz, die im Juli nach internen Querelen zurückgetreten war.

Lenzen ist seit 2003 Präsident der FU. Er wurde 2007 für weitere vier Jahre wiedergewählt und hat die Universität unter die neun deutschen Elite-Universitäten geführt. Mehrere hundert Studenten hatten bereits am Donnerstag mit einem Trauerzug gegen das Wahlverfahren protestiert.

Mitverantwortlich für den Weggang könnte der Berliner Senat sein. Lenzen habe angesichts der neuen Kürzungen nur noch geringe Spielräume, die FU weiterzuentwickeln.