Startschuss für die zweite Exzellenzinitiative: Die deutschen Universitäten und Hochschulen können sich erneut um Millionen-Zuschüsse für Forschungsprojekte bewerben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat veröffentlichten die Kriterien für die Vergabe der Fördermittel. Insgesamt stehen 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung – das sind 30 Prozent mehr als bei der ersten Initiative. Die Förderung startet im November 2012 und soll bis 2017 laufen.

Erneut wurden drei Förderlinien festgelegt:

  • Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Forschungsverbünde (Exzellenzcluster) zur Förderung der Spitzenforschung und
  • Zukunftsprojekte, mit denen die Universitäten ihre Spitzenforschung ausbauen wollen.

Für Hochschulen, die Neuanträge einreichen wollen, ist ein zweistufiges Verfahren vorgesehen. Ab sofort können sie bis zum 1. September entsprechende Skizzen einreichen, aus denen DFG und Wissenschaftsrat eine Vorauswahl treffen. Ab Anfang kommenden Jahres können sich dann auch die bereits geförderten Einrichtungen bewerben. Die endgültige Entscheidung fällt dann im Sommer 2012. Für das Auswahlverfahren sollen rein wissenschaftliche Maßstäbe maßgeblich sein.

Die Summen für die beiden ersten Förderlinien werden im Vergleich zur ersten Exzellenzinitiative eine größere Spannbreite geben. Geförderte Graduiertenschulen sollen nun zwischen 1 Million Euro und 2,5 Millionen Euro erhalten, Forschungsverbünde zwischen 3 Millionen Euro und 8 Millionen Euro.

Für die universitären Zukunftskonzepte gibt es keine Vorgaben der jährlichen Fördersumme. Angestrebt wird hier die Förderung von bis zu fünf Neuanträgen, insgesamt sollen maximal zwölf Zukunftskonzepte einen Zuschuss bekommen. Die Fördermittel werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern getragen.

Erstmals würden auch innovative Konzepte zur forschungsorientierten Lehre in der Begutachtung der Zukunftskonzepte berücksichtigt, hieß es in einer Erklärung von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU). Daneben würden in die Begutachtung die allgemeinen Auswirkungen der Zukunftskonzepte auf die Lehre einbezogen.