Das Gebäude sieht futuristisch aus. Viel Glas gewährt den Studenten einen freien Blick auf ihre Zukunft: Film und Fernsehen. In unmittelbarer Nähe zum Filmstudio Babelsberg hat die Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf (HFF) in Potsdam im Sommer 2000 ihr neues Zuhause gefunden. Sie könnte kaum passendere Nachbarn haben: Auch das traditionsreiche Filmunternehmen Ufa hat hier seinen Sitz, der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und kleinere Unternehmen der Branche. "Diese unmittelbare Nähe ist ein absoluter Standortvorteil für uns", sagt HFF-Sprecherin Nina Schübel. "Und natürlich die Nähe zu Berlin."

Rund 550 Studierende hat die Hochschule vor den Toren der Bundeshauptstadt. Jährlich werden etwa 100 neue Bewerber aufgenommen – etwa jeder zehnte schafft es. Trotz zunehmender Konkurrenz ist die Potsdamer Einrichtung, älteste und größte Filmhochschule Deutschlands, beliebt. 1954 gegründet, war sie in der DDR die einzige Stätte ihrer Art nach dem Vorbild der damaligen sowjetischen Filmhochschule WGIK in Moskau. Nach der Wiedervereinigung musste sie sich neu aufstellen. Dies ging allerdings zügig: Am 6. Dezember 1990 wurde sie durch eine Übernahme erste Hochschule des Landes Brandenburg im wiedervereinigten Deutschland ohne sich neugründen zu müssen.

Am 3. Dezember feiert die Hochschule dieses Ereignis als 20. Geburtstag. "Die HFF ist eine der führenden Ausbildungs- und Forschungsstätten für den Film in Deutschland", lobt Wolf Bauer, Chef der Ufa. Sein Unternehmen sowie zahlreiche Mitarbeiter und Produktionen arbeiten seit vielen Jahren mit der HFF zusammen.

Auch in der Festival-Branche genießt die Filmkunstschule einen guten Ruf: "Bei den Einreichungen ist die HFF immer ganz vorne dabei", berichtet Philipp Bräuer, Künstlerischer Leiter des Saarbrücker Max-Ophüls-Filmfestival. Dieses engagiert sich seit 30 Jahren für den jungen deutschsprachigen Film und versteht sich als wichtigstes Forum für die Förderung junger Talente.