Sechs deutsche Unis haben es wieder in das Ranking des britischen Magazins Times Higher Educationgeschafft, das jährlich die 100 Unis mit dem weltweit größten Prestige kürt. Beste deutsche Universität ist weiterhin die Ludwig-Maximilians-Universität München, die von Rang 46 auf 35 aufstieg, dicht gefolgt von der Universität Heidelberg auf Position 38 und der Humboldt-Universität auf 41.

Die Freie Universität Berlin schafft es ins Feld 51 bis 60, die TU München ins Feld 61 bis 70. Weiterhin im Feld 91 bis 100 liegt die RWTH Aachen, die erst zum zweiten Mal überhaupt im Ranking vertreten ist.  

Die Exzellenzinitiative habe Deutschland in den vergangenen Jahren sehr geholfen, internationale Aufmerksamkeit zu gewinnen, sagt Phil Baty, Herausgeber des Rankings. Allerdings müsse er auch ehrlich sagen, dass in diesem Jahr mehr Wissenschaftler aus Westeuropa befragt wurden, um das Ranking repräsentativer zu machen. Denn die Ergebnisse der Liste beruhen ausschließlich auf einer Umfrage unter Akademikern, die ihre zehn Favoriten nennen. In diesem Jahr waren es 10.507 Wissenschaftler. Studenten wurden nicht befragt. Das Ranking untersucht also keine objektiven Kriterien, sondern lediglich das Ansehen.

Zwei russische Hochschulen unter den Top 100

Die Akademiker wählten wie im vergangenen Jahr die Harvard University auf Platz eins. Dahinter verdrängten die britischen Unis Cambridge und Oxford das amerikanische MIT und die Stanford University von den Plätzen zwei und drei.    

Etwas überraschend verbesserte sich die Lomonosov Moscow State University vom Feld 51 bis 61 auf Rang 25. Zudem schaffte es die Hochschule in St. Petersburg erstmals ins Ranking. Laut Phil Baty werden russische Unis zunehmend internationaler und investieren in ein Programm ähnlich der deutschen Exzellenzinitiative. "Aber es gibt noch eine große Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität", warnt Baty. In Rankings mit objektiveren Kriterien als dem Prestige hinke Russland hinterher.