Sind Studiengänge mit NC besonders schwer?

Nein, nur besonders beliebt. Wenn eine Hochschule in einem Studiengang die Bewerber nach NC auswählt, sagt das nichts über den Schwierigkeitsgrad der Inhalte aus. Es bedeutet, dass die Nachfrage nach dem Studiengang groß ist.

Wenn es einen NC gibt, kommt man dann nur mit einem Einser-Abi rein?

Nein. Nur weil es einen NC gibt, heißt das nicht, dass lediglich Einser-Abiturienten eine Chance haben. Erstens zählen auch noch weitere Kriterien (siehe die Frage "Zählt nur die Abi-Note?"). Zweitens liegt der geforderte Schnitt für viele Studiengänge, selbst wenn nur die Note berücksichtigt wird, im Zweierbereich. Auch NCs mit einer drei vor dem Komma sind möglich. Manchmal ist die Nachfrage so gering und der NC am Ende dadurch so niedrig, dass alle Bewerber für einen Studiengang einen Platz bekommen.

Kann ich durch Wartezeit meinen NC verbessern?

Wartezeit und Abi-Schnitt haben nichts miteinander zu tun. Die Wartezeit wird nicht in irgendeiner Form auf die Note angerechnet, auch wenn man das immer wieder hört. Die Sache mit der Wartezeit verhält sich so: Die Hochschulen müssen einen bestimmten Teil der Plätze in NC-Studiengängen nach Wartezeit vergeben. Mit welcher Wartezeit man einen Platz bekommt, ergibt sich – wie der NC – jedes Semester neu. Mit vier Wartesemestern schlägt man zum Beispiel jemanden, der drei oder weniger Wartesemester hat, auch wenn derjenige die besseren Noten hat.

Als ein Semester Wartezeit zählt jedes halbe Jahr, das nach dem Abitur vergangen ist. Man muss sich dafür nicht speziell anmelden oder registrieren lassen. Ein Studium in einem anderen Fach gilt nicht als Wartezeit, eine Ausbildung oder ein Studium im Ausland dagegen schon. Der Anteil der Studienplätze, die nach dem Wartezeitkriterium vergeben werden, variiert je nach Bundesland. In nahezu allen Ländern liegt diese Quote bei 20 Prozent, in Bayern, Thüringen und Hamburg zum Beispiel aber nur bei zehn Prozent.