1. Mehrfach bewerben

Je mehr Bewerbungen bei verschiedenen Hochschulen und für verschiedene Studiengänge man abschickt, desto größer die Chance, dass es irgendwo klappt. Wenn sich viele mehrfach bewerben, kann das zwar zu einem Zulassungswirrwarr mit einigen Nachrückerrunden führen, weil die Hochschulen Zu- und Absagen nicht zentral koordinieren. Aber für den Einzelnen erhöhen sich auch die Chancen. Wenn es mit dem Wunschstudienplatz geklappt hat, sollte man sofort allen weiteren Hochschulen absagen, damit dort andere Bewerber schnell zum Zuge kommen.

2. Unbekanntere Orte wählen

Weil die meisten Abiturienten zum Studieren in Großstädte oder an die beliebten Traditions-Unis wollen, kann es ein Vorteil sein, wenn man sich auch an unbekannteren Hochschulorten bewirbt.

3. Zusatzpunkte sammeln

Der Abi-Schnitt ist zwar das wichtigste, aber nicht immer das einzige Kriterium, nach dem Hochschulen ihre Studenten auswählen. Manchmal werden einzelne Noten stärker gewichtet, oder die Bewerber müssen ein Motivationsschreiben mitschicken. Auch eine Berufsausbildung kann Bonuspunkte bringen. Und an einigen Unis gibt es Tests oder Auswahlgespräche (siehe dazu auch Seite 66). Was im Wunschstudiengang verlangt wird, kann man auf der Homepage der jeweiligen Hochschule nachlesen oder bei der Studienberatung erfragen.

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4. Aufs Losglück setzen

Studienplätze, die frei bleiben, weil die Auserwählten abgesagt haben, werden manchmal verlost. Die Termine dafür legen die Hochschulen individuell fest. Meistens finden die Verlosungen fürs Wintersemester im September oder Oktober statt. Wer am Losverfahren teilnehmen will, muss sich direkt bei den Hochschulen über die Fristen und Bedingungen informieren – zum Teil gibt es für die Bewerbung Vordrucke im Internet, oft genügt eine Postkarte oder eine Mail. Viele Hochschulen melden freie Studienplätze außerdem vom 1. September an beim Internet-Portal freie-studienplaetze.de.

5. Aufs Sommersemester warten

Etwa ein Viertel aller Bachelorstudiengänge startet auch zum Sommersemester. Das kann eine Chance sein, doch noch unterzukommen, wenn es zum Wintersemester nicht mit einem Platz geklappt hat, weil sich die NC-Werte bei der neuen Runde verändern können.

6. Einen Plan B überlegen

Es lohnt sich, nach Alternativen Ausschau zu halten. Dasselbe Fach kann an einer Hochschule einen hohen NC haben, an der nächsten einen niedrigeren und an der dritten gar keinen. Für BWL im Hauptfach etwa musste man an der Uni Köln im vergangenen Wintersemester im Hauptverfahren einen Abi-Durchschnitt von 1,7 haben, an der Uni Halle-Wittenberg dagegen ist der Studiengang zulassungsfrei: Jeder Abiturient kann ihn dort studieren. Manchmal findet man auch einen Studiengang, der zwar anders heißt, aber ähnliche Inhalte hat, oder es gibt Varianten des Wunschfachs, wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie statt Psychologie. Manchmal kann man den Traumstudiengang auch, wenn schon nicht im Haupt-, so doch wenigstens im Nebenfach studieren, weil dafür andere Voraussetzungen gelten.