Wohnraum für Studenten ist knapp. Ein paar Tricks können helfen: Zeitungen mit Wohnungsinseraten kaufen, als Hauswächter bewerben oder die Eltern mit zum Termin nehmen.

1 Auf der Internet-Plattform wg-gesucht.de werden allein für Berlin 7.800 Zimmer im Monat inseriert – aber auf die kommen insgesamt auch 200.000 E-Mail-Anfragen. Alternativ kann man auf Seiten wie wgfinden.de oder wg-cast.de suchen. Dort beantwortet man auch ein paar Fragen zur eigenen Person, was die Vorauswahl für die WGs erleichtern soll.

2 Auf den Seiten der Studentenwerke findet man private Anzeigen, zum Beispiel von Familien, bei denen ein Kinderzimmer leer steht. Stichwort: "Privatzimmervermittlung".

3 Anderen helfen und dafür günstig wohnen: Das bundesweite Projekt "Wohnen für Hilfe" vermittelt Wohngelegenheiten bei Senioren oder Alleinerziehenden in fast allen großen Uni-Städten. Pro Quadratmeter Wohnfläche hilft man monatlich eine Stunde lang, etwa im Garten oder im Haushalt. Dafür zahlt man nur Nebenkosten wie Wasser und Strom.

4 Ganz old school nicht nur im Netz gucken, sondern mittwochs und samstags Zeitungen kaufen und die Wohnungsinserate der älteren Vermieter checken. Dafür auch mal früher aufstehen, um der Erste am Kiosk zu sein.

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5 An allen Unis gibt es mindestens eine Wand mit einem Schwarzen Brett, an dem unfassbar viele Zettel hängen – darunter häufig auch WG-Anzeigen. Nicht nur an der eigenen Fakultät schauen, sondern auch in anderen Uni-Gebäuden wie der Mensa.

6 Selber Zettel aufhängen. Man kann sein Online-Gesuch bei wg-gesucht.de gleich mit Schnipseln zum Abreißen ausdrucken.

7 Auch ohne Zusage für den Studienplatz kann man sich bei den Wohnheimen der meisten Studentenwerke auf die Warteliste setzen lassen. Spätestens wenn die Zusage des Wohnheims kommt, muss man aber den Zulassungsbescheid der Hochschule vorlegen, sonst verfällt der Anspruch auf das Zimmer, und auch der Platz in der Warteliste ist weg.

8 Manchmal können sich Bewerber um einen Wohnheimplatz bestimmte Wohnheime in der Stadt wünschen – doch je allgemeiner die Angaben, desto besser die Chancen. Die Anträge findet man online beim Studentenwerk des Studienorts. Meist wird nach dem Datum der Anmeldung und dem gewünschten Einzugsdatum entschieden.

9 Außer den Wohnheimen des Studentenwerks gibt es verschiedene private Wohnheime. Oft stehen kirchliche Träger oder Studentenverbindungen dahinter. Bei ihnen bewirbt man sich direkt.

10 Nach Wohnungen und WGs nicht nur im hipsten Viertel suchen: Die urige Eckkneipe in weniger angesagten Stadtteilen will auch entdeckt werden. Das lohnt auch finanziell. Im Berliner Wedding zum Beispiel ist die Miete deutlich niedriger als in Kreuzberg.

11 Gesuche aufgeben statt nur auf Annoncen reagieren. Manche Vermieter schalten keine Anzeigen, weil sie fürchten, mit Anfragen überflutet zu werden. Zwei Zeilen in einer Zeitung am Wochenende kosten gut 20 Euro.

12 Wenn man viele Anfragen laufen hat, kommt man am Telefon schnell durcheinander: Mit welchem Vermieter von welcher Wohnung spricht man gerade? Das kann einen schlechten Eindruck machen und die Chancen mindern. Am besten einen Zettel mit den Namen der Vermieter und den wichtigsten Wohnungs-Infos beim Telefonieren zur Hand haben.