Ein Studenten-Abc

A

ASTA Kurz für Allgemeiner Studierendenausschuss, so etwas wie die studenteneigene Regierung. Wer neugierig auf Hochschulpolitik ist und die Interessen von Studenten vertreten will, kann für den Ausschuss kandidieren und sich von seinen Kommilitonen für ein Jahr wählen lassen. Die Mitglieder verhandeln zum Beispiel über den Preis des Semestertickets, organisieren Partys oder beraten zum Bafög.

AUDIMAX Das Auditorium maximum, Lateinisch für den größten Hörsaal einer Uni. Er bietet vielen Hundert, mancherorts sogar mehr als tausend Studenten Platz. Meist sitzt man auf fest verankerten Klappstühlen wie in einem Amphitheater in ansteigenden Reihen. Im Audimax finden nicht nur die Vorlesungen in den Massenfächern statt, hier können auch Kinofilme und WM-Spiele gezeigt werden und Abschlussfeiern über die Bühne gehen.

B

BAFÖG Geld vom Staat für Studenten – die Hälfte ist geschenkt.

C

CAFETE mit Betonung auf der zweiten Silbe. An vielen Unis das gebräuchliche Wort für Cafeteria. Beliebter Aufenthaltsort für die Zeit zwischen zwei Vorlesungen. Hier gibt es Schokoriegel, Aufbackcroissants, belegte Brötchen, Kaffee, manchmal auch Bier und Wein.

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Studienführer 2015/2016.

CREDITPOINTS Das, was jeder Bachelorstudent sammelt – neben Fachwissen natürlich. 180 Leistungspunkte gilt es zu erwerben, dann hält man seinen Abschluss in der Hand. Die Creditpoints ("CP") werden für die Arbeitszeit vergeben, die ein Student darauf verwendet, in eine Veranstaltung zu gehen und sie vor- und nachzubereiten, (auch Workload genannt). Meistens muss man auch eine Hausarbeit oder Klausur schreiben, ein Referat halten oder eine mündliche Prüfung bestehen – je aufwendiger, desto mehr Punkte gibt es. Noten werden trotzdem vergeben. Kurse, die mehr CPs einbringen, werden im Abschlusszeugnis stärker gewichtet.

Fliegenpilz11/photocase.de
Vom Ersti zum Profi

Vom Ersti zum Profi

Total verpeilter Ersti? Das muss nicht sein. Was wirklich zählt in den ersten Uni-Tagen

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8:00 Uhr

Guten Morgen!

Na, pünktlich aus dem Bett gefallen? Um acht Uhr beginnt der erste Uni-Tag. Seminar, Vorlesung, Mensa, Tutorium. Dir schwirrt jetzt schon der Kopf? Keine Sorge, das kriegen wir hin. Los geht's.

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7:55 Uhr

Kurz vor acht, gleich geht's ins Seminar. Was tust du?

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Auf keinen Fall. Dein Seminar beginnt (wie alle Veranstaltungen) erst um Viertel nach acht. Und endet auch schon um Viertel vor zehn. Hol dir noch mal einen Kaffee!

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Frühaufsteher

Moment – Montag früh in die Uni?

Du bist motiviert, schon klar. Aber überleg dir noch mal, ob du wirklich das Seminar montags um acht wählen willst. Dein Zukunftsselbst wird es dir danken.

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Richtig. Klar sind Ersti-Fahrten nicht besonders cool: Ihr fahrt in irgendeine Jugendherberge in der Pampa, schaut euch ein Museum an und trinkt abends Bier. Aber darum geht es nicht: Die zwei Nächte im Doppelstockbett schweißen zusammen – und liefern Gesprächsstoff für das ganze Semester.

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C. T./S. T. An der Uni ist Zuspätkommen erlaubt. Allerdings nur innerhalb der "akademischen Viertelstunde" und wenn die Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis mit den Buchstaben "c. t." gekennzeichnet ist ("cum tempore", zu Deutsch: mit Zeit). Eine Vorlesung um 10 Uhr c. t. beginnt also um 10.15 Uhr. Anders beim Zusatz "s. t." ("sine tempore", ohne Zeit). Hier besser zur vollen Stunde im Hörsaal sitzen.

D

DOZENT Dozenten "dozieren" oder lehren an FHs und Universitäten. Das kann eine Professorin sein, aber auch deren wissenschaftlicher Mitarbeiter oder ein Privatdozent.

E

EXMATRIKULATION Gegenteil von Immatrikulation, anders gesagt: der Rauswurf. Unter anderem droht er jenen, die sich nicht rechtzeitig zum Semester zurückmelden (siehe Rückmeldung ) oder bei Prüfungen zu oft durchgefallen sind. Spätestens nach Abschluss des Studiums wird auch jeder andere exmatrikuliert und damit aus dem Personenverzeichnis gestrichen.