Man muss nur wissen, wer hilft. Die wichtigsten Adressen bei Prüfungsangst, Hausarbeiten-Panik, Wohnungsnot oder Bafög-Sorgen.

… bei der Studienwahl

An jeder Hochschule gibt es eine Zentrale Studienberatung. Dort können sich Schüler auch dann Infos und Rat holen, wenn sie noch nicht sicher sind, ob sie überhaupt an dieser Hochschule studieren wollen. Man vereinbart online oder telefonisch einen Termin und bekommt dann alle Infos zum Studium: mögliche Studiengänge, Ablauf, Bewerbung, Berufsaussichten ... Auch auf den Websites der Hochschulen kann man sich gut informieren. Meist sind die einzelnen Studiengänge unter dem Stichwort "Studienangebot" aufgelistet.

… zum Wohnheimzimmer

Dafür bewirbt man sich online auf der Website des Studierendenwerks am Studienort. Am besten, sobald man weiß, wo man studieren will. Wenn es mit dem Wohnheimzimmer nicht klappt, gibt es beim Studierendenwerk auch Infos zu anderen Suchmöglichkeiten im Internet, oder es werden zur Überbrückung Notunterkünfte vermittelt.

… in Geldfragen

Wie kann ich mein Studium finanzieren? Mit dieser Frage ist man ebenfalls beim Studierendenwerk an der richtigen Adresse. Die Mitarbeiter helfen beim Ausfüllen des Bafög-Antrags, geben aber auch Tipps zu anderen Finanzierungsarten wie Stipendien. Auch die Studentenvertreter beim Asta beraten an vielen Unis zum Thema Bafög.

… beim Stundenplan

Beispielstundenpläne liefern eine erste Idee davon, wie die Uni-Woche aussehen kann. Man findet sie auf den Websites vieler Hochschulen, aber nicht bei allen und nicht für jeden Studiengang. Je nach Fach sind viele Veranstaltungen vorgegeben, gerade im ersten Semester. Wer seinen Plan selbst zusammenstellt, wendet sich am besten an die Fachschaft . Hilfreich sind auch die Fachstudienberater, das sind wissenschaftliche Mitarbeiter der Uni oder Professoren.

… bei Fragen zum Stoff

In Tutorien und Übungen wird der Stoff aus Vorlesungen oder Seminaren wiederholt und vertieft, meist von älteren Studenten. Weitergehende Fragen, etwa zu Literatur oder Themen für eine mündliche Prüfung, klärt man mit dem Dozenten, der die Vorlesung oder das Seminar hält. Dafür am besten in die wöchentliche Sprechstunde gehen (teils mit Anmeldung).

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Studienführer 2016/17.

… bei der Hausarbeit

Wer die Gliederung seiner Hausarbeit abstimmen will oder beim Schreiben auf Probleme stößt, geht in die Sprechstunde des Seminarleiters. Allerdings sollte es dabei ausschließlich um inhaltliche Fragen gehen. Wie man aus einem Buch zitiert oder ein Inhaltsverzeichnis anlegt, lernt man in Kursen zum wissenschaftlichen Schreiben. An manchen Hochschulen gibt es eigene Schreibzentren. Wichtig: Wenn der Lehrstuhl eigene Formatierungsregeln im Internet veröffentlicht hat, sollte man sich daran halten. Einige Unis veranstalten außerdem regelmäßig eine "Lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten".

… bei Prüfungen

Zu Beginn des Studiums gibt es eine Einführungs- oder Orientierungsveranstaltung, bei der unter anderem erklärt wird, wo, wann und wie man sich für Prüfungen anmeldet. Auch ein Blick in die Prüfungsordnung, die es online gibt, lohnt sich. Bei Fragen hilft das Prüfungsamt. Tipps kann man sich auch bei älteren Studenten holen.

… fürs Auslandssemester

Hochschulen haben Partner-Unis, an denen man ein Auslandssemester machen kann. Das International Office (auch "Akademisches Auslandsamt") informiert über Studienmöglichkeiten und Bewerbungsfristen.

… für Praktika und Jobs

Das Career-Center vermittelt Studenten Nebenjobs und Praktika – entweder über Aushänge oder eigene Onlinestellenbörsen. Häufig kann man sich auch auf einen E-Mail-Verteiler setzen lassen. In Sprechstunden beantworten Mitarbeiter Fragen zum Berufseinstieg, und es gibt Seminare, etwa darüber, wie man eine gute Präsentation hält oder über Gehalt verhandelt. Ebenfalls hilfreich: Studentenjobs in zwölf Städten auf stellenwerk.de.

… bei Lernstress und Konflikten

Für Studenten, die unter Schreibblockaden oder Prüfungsangst leiden oder sich in einer persönlichen Krise befinden, gibt es die psychologische oder psychosoziale Beratungsstelle. Hier kann man sich kostenlos von Psychologen beraten lassen. Auch Trainings und Gruppengespräche werden angeboten, etwa zu Zeitmanagement oder Entspannungstechniken. Wer nachts Redebedarf hat, kann in 17 Uni-Städten die Nightline anrufen, eine Telefon-Hotline von Studenten für Studenten.