ZEIT ONLINE: Um eine Frage aus Ihrem Buch aufzugreifen: Wieso sollte man sich heute überhaupt noch für ein Studium entscheiden, wenn man doch auch direkt Topmodel oder Superstar werden könnte?

David Werker: Das ist die entscheidende Frage, die jeder mit seinem Gewissen entscheiden muss. Es ist eigentlich egal, was man studiert – Hauptsache man wird irgendwann fertig. Unter dem Strich ist die Studienzeit eh dazu da, dass man Frauen kennenlernt.

ZEIT ONLINE: Sie selbst werden als Langzeitstudent der Germanistik angepriesen. Wie lange studieren Sie denn schon?

Werker: Ich studiere im siebten Semester. Das läuft also noch in der Regelstudienzeit. Ein Abschluss bis 2030 ist auf jeden Fall anvisiert.

ZEIT ONLINE: Was hat Sie dazu gebracht, das Buch Morgens 15:30 in Deutschland – Handbuch für aufgeweckte Studenten zu schreiben?

Werker: Als Germanistikstudent ist man es gewohnt, dass die Leute über einen lachen. Der Sprung auf die Bühne war somit nicht besonders weit und da ich ja nur eine Fünf-Stunden-Woche habe, blieb genug Zeit, um ein Buch zu schreiben. Nach drei anstrengenden Monaten war das Inhaltsverzeichnis fertig und der Rest war dann ein einziger Spaß.

ZEIT ONLINE: Das Buch liest sich tatsächlich wie ein Auftritt von Ihnen im Quatsch Comedy Club . Kann man Ihre Tipps überhaupt ernst nehmen?  

Werker: Unbedingt. Es sind zwar weniger Tipps darin als in der Apotheken Umschau , aber dafür ist es so unterhaltsam, dass man es in einer Vorlesung gleich zweimal durchlesen kann. Man sollte eher einen Witz mehr erzählen als einen Witz weniger, damit die Info im Gedächtnis hängen bleibt.