Abiberater
Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt Beratungsgepräche mit Berufsberatern für Abiturienten. Häufig kommen diese bereits in der elften oder zwölften Klasse in die Schulen und geben einen Überblick über Informationsmöglichkeiten. Manchmal bieten sie auch Sprechstunden in den Schulen an. Abiberater kennen sich nicht nur mit Berufen aus, die ein Studium voraussetzen, sondern informieren zum Beispiel auch über geeignete Ausbildungsberufe für Abiturienten oder über sogenannte duale Studiengänge, die Lehre und Studium miteinander verbinden.
Unabhängig davon, ob ein Abiberater bereits in der Schule war oder nicht, kann jeder Schüler einen individuellen Beratungstermin vereinbaren. Dazu muss er sich an die jeweilige Arbeitsagentur vor Ort wenden. Man sollte sich rechtzeitig kümmern und Wartezeiten von zwei bis drei Wochen einplanen.
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Allgemeine Studienberatung an den Hochschulen
Die allgemeine Studienberatung der Hochschulen hilft ebenfalls bei der Studienentscheidung. Sie steht allen Studieninteressierten offen und nicht etwa nur denjenigen, die an der jeweiligen Hochschule studieren wollen. Genauso wie an die Abiberater kann man sich an die Berater der allgemeinen Studienberatung in jeder Phase der Entscheidungsfindung wenden – auch dann, wenn man noch gar nicht weiß, in welche Richtung es gehen soll. Naturgemäß kennen sich die Studienberater mit dem Angebot ihrer eigenen Hochschule besonders gut aus. Sie beraten aber offen, weisen also auch auf Möglichkeiten hin, die es an anderen Orten gibt.

Wer möchte, kann sowohl Unterstützung bei einem Abiberater der Arbeitsagentur als auch in der allgemeinen Studienberatung suchen. Zu großen Teilen deckt sich das Beratungsspektrum. Anders als die allgemeine Studienberatung ist die Abiberatung jedoch auch auf Ausbildungswege für Abiturienten jenseits des Studiums ausgerichtet.

Orientierungsseminare
Was kann ich, was will ich, was passt zu mir? Orientierungsseminaren helfen dabei, die eigenen Fähigkeiten und Ziele besser kennen zu lernen, mit Entscheidungsschwierigkeiten umzugehen und sich Informationsstrategien anzueignen. Sie werden bisweilen von den örtlichen Arbeitsagenturen, aber auch von Studienberatungen angeboten – allerdings bei weitem nicht flächendeckend und manchmal auch ausschließlich in Zusammenarbeit mit bestimmten Schulen.

In Baden-Württemberg gibt es die sogenannten "Zielorientierungsseminare für Studien- und Berufsfindung" (ZOS). Fünf Tage lang arbeiten je 16 Teilnehmern mit zwei Trainern daran, ihre eigenen Fähigkeiten, ihre beruflichen oder auch ihre Lebens-Ziele zu definieren (Standortbestimmung), für sie geeignete Tätigkeits- und Berufsfelder zu identifizieren (Entwicklung von Perspektiven) und ihr Informationsverhalten hinsichtlich der Verwirklichung beruflicher Vorstellungen zu verbessern (Umgang mit Informationen).
Weitere Informationen unter www.zos.schule-bw.de/

An der Universität Heidelberg gibt es regelmäßig Orientierungsveranstaltungen unter dem Stichwort "Abitur – und was dann?" Dabei wechseln sich Einzel- und Gruppenarbeit, Plenumsdiskussionen und kurze Informationsinputs ab. In erster Linie geht es um die Selbsterkundung der Interessen, Fähigkeiten und Zielvorstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; die Präsentation von einzelnen Studiengängen bzw. Berufsfeldern findet dagegen nicht statt.
Näheres unter www.uni-heidelberg.de/studium/beratung/abi-uwd.html

Welche grundsätzlich ausgerichteten Orientierungsveranstaltungen für Untentschlossene in der eigenen Region geboten werden, muss man direkt erfragen, zum Beispiel bei den Studienberatungen und bei den örtlichen Arbeitsagenturen.