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Abgasskandal: Schmutzige Werte

  • Mehreren Autoherstellern wird vorgeworfen, jahrelang Abgaswerte manipuliert zu haben. Dabei geht es um gesundheitsschädliche Stickoxide. Der Betrug wurde im September 2015 bekannt, als herauskam, dass VW in den USA eine illegale Abschalteinrichtung in seinen Dieselautos verwendete, um Grenzwerte zu umgehen.
  • Betroffen sind neben der Kernmarke VW auch die Konzerntöchter Audi, Škoda und Porsche. Manipulationsvorwürfe gibt es auch gegen Daimler und BMW. Im Oktober 2018 erklärte das Kraftfahrt-Bundesamt auch bei Opel Abschalteinrichtungen in Dieselautos für unzulässig.
  • Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat am Oberlandesgericht Braunschweig stellvertretend eine Musterfeststellungsklage eingereicht. Mehr als 300.000 VW-Besitzer beteiligen sich. Es ist die erste Musterfeststellungsklage in Deutschland. Sollte die Klage Erfolg haben, könnten Kunden, die vom Rückruf bei Volkswagen betroffen sind, für den Wertverlust ihres Wagens entschädigt werden.
  • Im Oktober 2018 hat sich die große Koalition auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Dazu gehören Software-Updates, Hardware-Nachrüstungen und Rabatte für Neuwagenkäufe, wenn Verbraucherinnen ihren Diesel gegen ein saubereres Modell eintauschen.
  • Weil in vielen Innenstädten der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten wird, gibt es ab 2019 vereinzelte Dieselfahrverbote.
© Michael Heck für DIE ZEIT

Dieselskandal: Einer, der sich gewehrt hat

Frank-Stefan Meise besitzt einen Golf mit manipuliertem Dieselmotor. Er wehrte sich: erst gegen den VW-Konzern, dann gegen die Behörden. Bisher mit Erfolg.

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Verbraucherschutz: Nehmt die Kunden ernst!

Die nächste Regierung sollte die Rechte von Verbrauchern stärken. Es wäre ein großer Schritt, um der Spaltung im Land vorzubeugen.

Dieselskandal: Was kann der deutsche Ingenieur?

© Katrin Binner für DIE ZEIT

Das erste Auto, das erste Telefon, die erste E-Lokomotive – alles in Deutschland konstruiert. Doch seit dem Dieselskandal ist der Ruf des Ingenieurs ruiniert. Zu Recht?