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Abgasskandal: Schmutzige Werte

  • Mehreren Autoherstellern wird vorgeworfen, jahrelang Abgaswerte manipuliert zu haben. Dabei geht es um Grenzwerte für gesundheitsschädliche Stickoxide. Der Betrug wurde im September 2015 bekannt, als herauskam, dass VW in den USA eine illegale Abschalteinrichtung in seinen Dieselautos verwendete, um Grenzwerte zu umgehen.
  • Betroffen sind neben der Kernmarke VW auch die Konzerntöchter Audi, Škoda und wohl Porsche. Manipulationsvorwürfe gibt es auch gegen Daimler und BMW.
  • Beim sogenannten Dieselgipfel im August 2017 sagten die deutschen Autohersteller zu, fünf Millionen Dieselfahrzeuge mit einem Software-Update auszustatten. Zusätzlich bietet VW Besitzern alter Dieselautos Prämien von bis zu 10.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Eine technische Nachrüstung der Wagen lehnen die Autohersteller aber ab.
  • Der Abgasskandal löste eine Debatte über die Zukunft des Autoverkehrs aus. Weil in vielen Innenstädten die Werte für die Stickoxide überschritten werden, könnten Fahrverbote für Dieselautos drohen. Das Bundesverwaltungsgericht erlaubte solche Beschränkungen im Februar 2017. Der Abgasskandal löste eine Debatte zur Verkehrswende aus. Alles zu den Dieselfahrverboten lesen Sie hier. Mehr zu Volkswagen hier

Volkswagen: Der Wahnsinn hat Methode

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VW zahlt erstmals wegen der Abgasmanipulation in Deutschland ein Bußgeld. Das aber löst die Probleme unseres Wirtschaftssystems nicht, in dem Skandale die Regel sind.

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Dieselautos: Halten oder Verkaufen?

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