: Albert Mangelsdorff

Jazz: Für Testaufnahmen in den Schwarzwald

In den stromlosen Wintern des 19. Jahrhunderts war der Schwarzwald vor allem schwarz. Bis in den fünfziger Jahren das erste deutsche Jazzlabel von Weltrang entstand.

© Peter Gannushkin

Joe Fiedler: Ist das Albert?

Joe Fiedler ist musikalischer Direktor der "Sesamstraße". Und ein fantastischer Posaunist. Sein neues Album führt Populäres und Experimentelles zusammen.

© Volker Beushausen / ECM Records

Julia Hülsmann: Kein Ton zu viel

Der deutsche Jazz hat ein weibliches Gesicht: Die Pianistin und grandiose Zuhörerin Julia Hülsmann engagiert sich für die Musiker und jetzt auch für Kurt Weill.

reise-hits: Der Mönch am Meer

Wo die Einsamkeit groß und der Atlantik tief ist, wo es mehr Freiheitshelden gibt als Bäume, dort endet Irland, dort beginnt Andy Irvines Song "West Coast of Clare"

Jazz: Joe Zawinul ist tot

Der Wiener Pianist, der mit Miles Davis den Jazzrock erfand und später Weather Report gründete, ist am Dienstagmorgen in einem Wiener Krankenhaus im Alter von 75 Jahren gestorben

Urgestein: Todgeweihte grüßen dich

Sagenhelden, Heldensagen: Die große alte Band Colosseum beehrt Dresden. Ein Besuch bei einer monumentalen Jazzrockgruppe

Maximal Jazz: Üben, nachts im Funkhaus

Der Klarinettist Rolf Kühn, ein Kind der späten zwanziger Jahre, verbringt einsame Probestunden im Berliner RIAS. Um sich abzulenken, macht er bei seinen Etüden den Fernseher an. Und manchmal denkt er an das, was war. Oder an das, was wird

Jazz: Der Albert

Eine deutsche Jazz-Ikone feiert den Fünfundsiebzigsten

Zeit zum Hören

Warum eine Kunstpostkarte betrachten, wenn das Original jederzeit verfügbar ist? Auftritte deutscher Jazzgruppen wirkten immer wie Pausenfüller im US-amerikanischen Konzertpaket, wohlwollend mit höflichem Beifall aufgenommen, um ihnen dann zu bescheinigen, daß sie ihre Lektionen brav gelernt hatten.

Goethe in Amerika

idie zarten Gefühle Chiles nicht zu verletzen rder Film wurde prompt von kanadischen Veranstaltern außerhalb des Goethe Instituts gezeigt. Unabhängig auch sind die einzelnen GoetheInstitute ihrer Zentrale in München gegenüber.

Fernseh-Rückschau: Über die Eltern hinweg

Es fing ganz harmlos an: Vater räumte das vom nächtlichen Hausball verwüstete Wohnzimmer auf (oder versuchte es wenigstens), Mutter half der lieben Oma beim Zubereiten des Bratens ("Sag mal, Kind, fehlt da nicht noch was?"), Sohnemann kehrte heim (man hatte, des familiären Faschingsfests leid, bei der Freundin genächtigt), Schwesterchen las in ihrem Gemach, der Fernsehapparat war im Betrieb (Papa schaute Albert Mangelsdorff zu: "Ja, die Jungs können spielen"), die Papierschlangen erinnerten an die vergangene Nacht, an Vaters exzentrischen Auftritt, er war wieder einmal der Größte gewesen, an die gewaltigen Reden der Gäste ("Wenn Neumann als Statiker so gut wie als Spruchklopfer wäre: der Mann könnte hinreißend sein"), an erotische Eskapaden und an Scherze, wie der Bürger sie liebt – den Korkenzieher unter die Stehlampe gehängt und die Hausfrau getätschelt.

Wo Musik nur Ware ist

Ein Schallplattengeschäft in Bombay im Januar dieses Jahres: vom Regal herab lächelt mild einer der feinsten deutschen Exportartikel: James Last.