: Alma Mahler-Werfel

Christopher Thomas: Venedig ohne Menschen

Die Schönheit stiller Momente: Der Fotograf Christopher Thomas hat Venedig in den Stunden fotografiert, in denen die Straßen der Stadt menschenleer sind.

Onkel Abys Erben

Demnächst bei Stargardt: Die Autografensammlung von Max Warburg

Beschreiblich weiblich

Marlene Streeruwitz gelingt etwas Neues, auf das wir schon lange gewartet haben. Marlene Streeruwitz: Nachwelt. Ein Reisebericht; Roman; Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1999; 398 S., 39,80 DM

"Die Puppe": Bilder und Dokumente der heftigen Verbindung von Oskar Kokoschka und Alma Mahler im Frankfurter Städel: Die doppelt verlorene Geliebte

Eine Schönheit war Alma Mahler nicht. Aber eine Frau, vor der die Männer in die Knie gingen. Reihenweise. In dem Maler Gustav Klimt und dem Komponisten Alexander Zemlinsky fand die Tochter einer großbürgerlichen Wiener Künstlerfamilie ihre ersten Begegnungen mit der Leidenschaft, und daß sie zu dieser Zeit noch an den Wert der "jungfräulichen Reinheit" glaubte, hat sie später in ihren Lebenserinnerungen heftig bedauert.

Der Fall ist jetzt erledigt

Leider ein ziemlich banales Buch, das die großartige Majakowskij-Edition des Verlags Volk und Welt nicht krönt. Ein Jahrhundertgenie schnurrt auf "Mein geliebter Wau"-Format zusammen.

Tag des Ruhms

Der französische Polizist ist jung, schlank, dunkelhaarig, dunkeläugig, er hat ein bleiches Gesicht mit kleinem schwarzen Bärtchen auf der Oberlippe, er hat schmale nervöse Hände, mit deren einer, der rechten, er mich weiterwinkt.

Das will eine Kulturgeschichte sein?

Kulturgeschichte kann zur Not auch als Plauderei geschrieben werden, wenn gründliches Wissen ihr souffliert. Einem ist es geglückt, Egon Friedell, aber zur Nachahmung ist es nicht zu empfehlen.

Zeitmosaik

Im Alter von 85 Jahren starb sie in New York: die Tochter des österreichischen Landschaftsmalers Schindler, die Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, des Architekten Walter Gropius, des Schriftstellers Franz Werfel, Freundin von Oskar Kokoschka, Gerhart Hauptmann, Hans Pfitzner und manchen anderen.

Unser Seller-Teller Dezember 1960

Eine verhältnismäßig breite Streuung des Käuferinteresses im diesjährigen Weihnachtsbuchgeschäft, viel Spielraum darum für die Initiative des Buchhändlers – aber alles in allem eine reichlich traurige Bilanz, dieser letzte und wichtigste Seller-Teller des Jahres: denn die beiden Bücher der Saison, „Lady Chatterley“ und Alma Mahler-Werfels Autobiographie, verdanken ihre Popularität eher einem volkstümlichen Bedürfnis nach Schlüpfrigkeiten und sind weniger Siege der Literatur als der Anrüchigkeit.

Jeder Mensch kann alles

auf dem Markt war, konnte der Verlag zehntausend vorbestellte Exemplare notieren. Eine jähe Welle später Mahler-Begeisterung? Oder eine unerwartete Aufwertung des schon ein wenig vergilbten Ruhms von Franz Werfel? Raum.

Liebe stark gefragt

Unser monatlicher Verkaufserfolg-Zähler, auch "Seller-Teller" genannt, ist zur Institution geworden. Mit einer Exaktheit, die denn doch viele -Erwartungen (nicht zuletzt unsere eigenen) übertraf, ermitteln wir Monat für Monat die Bücher, die in den Großstadt-Buchhandlungen am häufigsten verlangt werden.

Erzählungen aus zwei Welten

Der dritte und letzte Band der Erzählungen Werfels, der soeben im Verlag S. Fischer erschienen ist, enthält eine Überraschung.

Ist Arnold Schoenberg „Doktor Faustus“?

Großes Aufsehen erregt in Amerika ein heftiger öffentlicher Briefwechsel zwischen Arnold Schoenberg und Thomas Mann, der soeben in der „Saturday Review of Literature“ veröffentlicht wird.