: Altersvorsorge

Die Probleme der Rentenversicherung erfordern drastische Änderungen – so plädierte vergangene Woche der Kronberger Kreis. Dem widerspricht Professor Winfried Schmähl, der Vorsitzende des Sozialbeirats. : Kein Grund zur Panik

Wenn etwas seit langem unumstritten ist, dann die Notwendigkeit einer Reform der Alterssicherungssysteme. Im Durchschnitt aller OECD-Länder – und nicht nur in der Bundesrepublik – wird sich die Zahl alter Menschen im Verhältnis zu Personen im Erwerbsalter innerhalb von gut vierzig Jahren verdoppeln.

In Bonn steht die Entscheidung über die Rentenreform bevor. Arbeitsminister Blüm will am geltenden System möglichst wenig ändern. Viele Experten aber halten rigorose Neuerungen für nötig. : Vermögen statt Rente

Eines ist sicher – die Rente", ließ die Bundesregierung noch vor wenigen Monaten allenthalben plakatieren. Gemeint war damit, daß die Renten bis zum Wahljahr 1990 sicher seien und beim Gebäude der Rentenversicherung gegenwärtig keine Einsturzgefahr bestünde.

Die Deutschen sind so reich wie nie zuvor. Deshalb sei es gerechtfertigt, staatliche Sozialleistungen abzubauen, behaupten die Sozialpolitiker der Regierung Kohl-Genscher. Sie berufen sich dabei auch auf eine Studie, die aber nicht unumstritten ist In der ZEIT wurde sie von Michael Jungblut unter der Überschrift "Die heimlichen Reichen" (Nr. 18/83) gelobt, während Mitarbeiter des Gewerkschaftsbundes sie kritisierten (Nr. 20/83). Wir setzen die Auseinandersetzung mit zwei Beiträgen eines Soziologen fort : Verankert in der Gesellschaft...

... oder ist der Wohlfahrtsstaat nur ein unzeitgemäßes Relikt aus vergangenen Epochen?