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Antisemitismus: Judenfeindlichkeit in Deutschland

  • Im April 2018 rückte ein Angriff im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg das Thema Antisemitismus in Deutschland wieder in den Mittelpunkt. Arabisch sprechende Männer attackierten und beschimpften zwei kippatragende Männer.
  • Im selben Monat sorgte die Verleihung des Echo-Musikpreises an die Rapper Kollegah und Farid Bang für Kritik. Beide Musiker sind für zum Teil antisemitische und sexistische Texte bekannt. Viele Musikerinnen und Musiker gaben als Reaktion auf die Auszeichnung ihre Echos zurück. Der Musikpreis wurde daraufhin abgeschafft.
  • Studien zeigen, dass der Antisemitismus in Deutschland in den vergangenen Jahren rückläufig war. Aktuell nimmt die Zahl der judenfeindlichen Taten laut Bundesinnenministerium allerdings zu.
  • Auch andere europäische Länder verzeichnen einen Anstieg von Antisemitismus. So wurde in Frankreich im März 2018 eine 85-jährige Holocaustüberlebende erstochen.
  • Im Koalitionsvertrag wurde die Stelle eines Antisemitismusbeauftragten vereinbart, der sich mit jüdischem Leben und Antisemitismus in Deutschland beschäftigen soll. Seit Anfang April 2018 besetzt Felix Klein die im Innenministerium angesiedelte Position.
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Antisemitismus: Ein Landesverräter? Ein Landesvater

Vor 100 Jahren tötete ein Rechtsextremer Kurt Eisner, den Gründer des Freistaats Bayern. Das Attentat zeigt, wie weit der antisemitische Hass da schon gestreut hatte.

Viktor Orbán: Dann ohne ihn

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Viktor Orbán bedient antisemitische Klischees. Das dürfen die Konservativen in Europa nicht hinnehmen. Höchste Zeit, ihn aus der Europäischen Volkspartei auszuschließen.

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AfD: Keine Scheu vor antisemitischen Positionen

Die AfD-Spitze geht aus Angst vor dem Verfassungsschutz gegen die parteiinterne Rechte vor. Bislang hat sie bestritten, dass es solche Leute in der AfD überhaupt gibt.

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Alain Finkielkraut: "Ich bin kein Opfer"

Der jüdische Philosoph Alain Finkielkraut wurde von den Gelbwesten in Paris beschimpft. Das Gespräch über die neuen Antisemiten in Europa hat viele interessiert.