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Antisemitismus: Judenfeindlichkeit in Deutschland

  • Im April rückte ein Angriff im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg das Thema Antisemitismus in Deutschland wieder in den Mittelpunkt. Arabisch sprechende Männer attackierten und beschimpften zwei kippatragende Männer.
  • Im selben Monat sorgte die Verleihung des Echo-Musikpreises an die Rapper Kollegah und Farid Bang für Kritik. Beide Musiker sind für zum Teil antisemitische und sexistische Texte bekannt. Viele Musikerinnen und Musiker gaben als Reaktion auf die Auszeichnung ihre Echos zurück. Der Musikpreis wurde daraufhin abgeschafft.
  • Studien zeigen, dass der Antisemitismus in Deutschland in den vergangenen Jahren rückläufig war. Aktuell nimmt die Zahl der judenfeindlichen Taten laut Bundesinnenministerium allerdings zu.
  • Auch andere europäische Länder verzeichnen einen Anstieg von Antisemitismus. So wurde in Frankreich im März eine 85-jährige Holocaustüberlebende erstochen.
  • Im Koalitionsvertrag wurde die Stelle eines Antisemitismusbeauftragten vereinbart, der sich mit jüdischem Leben und Antisemitismus in Deutschland beschäftigen soll. Seit Anfang April besetzt Felix Klein die im Innenministerium angesiedelte Position.
Serie: Heimatmysterium

Berlin-Neukölln: Abud, der Boxer

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Auf der Sonnenallee ist er aufgewachsen, Kumpels drehten mit zwölf ihre ersten Dinger. Abud dagegen wurde Deutscher Meister. Doch um Deutscher zu sein, braucht es mehr.

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Antisemitismus: Ächtung hilft

Judenfeindliche Provokationen und Attacken dürfen nicht mehr durchgehen, egal, von wem sie kommen. Unsere Gesellschaft muss zeigen, dass sie Antisemitismus nicht duldet.