: Antonio Vivaldi

Johann Sebastian Bach: Bach auf Koffein

Erstaunlich, diese Gravitationskraft: Drei neue Konzeptalben bringen den Barockmeister zusammen mit seinen Vorbildern, Nachfahren und Zeitgenossen.

Klassik: Schönen Bach auch

Kann ein Bunker barock sein? Wenn das brillante Ensemble Resonanz dort einzieht, schon

Schallplatten

Die relativ gleichbleibenden Strickmuster des vorklassischen Venezianers hatten Igor Strawinsky angeblich zu der spitzzüngigen Unterstellung provoziert, der populäre kollegiale Vorfahre habe ein einziges Stück über sechshundertmal komponiert.

Es geht immer um alles

Schüsse. Schreie in der Nacht. Der Held ist tödlich getroffen. Sein letzter Blick gilt dem Bild der Geliebten, das er stöhnend aus dem blutverschmierten Hemd zieht.

Jubilar des Jahres: Antonio Vivaldi

Wiederentdeckt wurde er eigentlich durch Zufall. „Im Zuge“ der Bach-Renaissance wurde auch jener Mann interessant, dessen Orchesterwerke Bach für die Orgel übertrug; Antonio Vivaldi.

Die neue Schallplatte

Schon sein Vater war Geiger an San Marco in Venedig; mit sechsunddreißig gehörte Antonio Vivaldi selbst dem Orchester an: Nach hochvirtuoser Beherrschung der Geige verlangen die Kompositionen Vivaldis, die ihn berühmt machen in unseren Tagen, die Concerti grossi und die Sonaten.

In Kürze

Das hätte der prete rosso Vivaldi in Venedig sich vermutlich nicht träumen lassen, daß einmal eines seiner Concerti grossi ausschließlich auf Instrumenten des großen Antonio Stradivari gespielt würde.

Fernseh-Vorschau: Nach Bildern geschrien

Ein reicher Mexikaner, ein „Herr“, irgendwann im 18. Jahrhundert. Weil er einmal das Land seiner Väter und Vorfahren, das er nur von Bildern und aus Erzählungen kennt, sehen möchte, unternimmt er mit seinem farbigen Diener eine Reise in die Alte Welt, nach Spanien und Italien Die Euphorie aber wandelt sich schnell in herbe Enttäuschung, in Widerwillen und Abscheu, als sich neben den glanzvollen Fassaden in Kastilien Elend und Armut, hinter den Lustbarkeiten Betrug und Diebstahlsabsichten zeigen.

Schallplatten

Als der Flötenvirtuose Johann Joachim Quantz 1726 nach Venedig kam, faszinierte er die dortige Musiköffentlichkeit mit seiner Querflöte und setzte damit den Anfang einer Wende: Weg von der Altblockflöte.

Die neue Schallplatte

Im Gegensatz zu Bartók und Strawinsky hat Paul Hindemith sich in der Wertschätzung von Publikum, Interpreten und Komponisten nicht halten können.

Neue Schallplatten:: Wohlausgefeilte Leistungen

Die Schallplattenindustrie hat trotz ihrer internationalen Verflechtung und Zufuhr vor und in diesen schenkfreudigen Wochen kein Werk auf den Markt gebracht, das man, wie ehedem etwa Deccas Rosenkavalier oder das Weihnachtsoratorium der Archivproduktion, seiner außergewöhnlichen Bedeutung wegen als besondere Festgabe feiern könnte.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Nicht viele der heute so zahlreichen Kammerorchester lohnen der Beachtung; doch „I Solisti Veneti“ verdienen alles Lob. Sie spielen die Konzerte des ungeheuer produktiven Komponisten Vivaldi nicht nur frisch, fromm, fröhlich, frei, sie decken auch den architektonischen Aufbau der Werke auf, Sie lassen die Kantilenen breit dahinfließen und erzielen ein dynamisch reich schattiertes und weiches Klangbild.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Eine ungewöhnliche Kombination an Instrumenten wird hier geboten. Allerdings sind die Hälfte der Werke Transkriptionen – eine im Barock durchaus verbreitete Usance, gegen die nichts einzuwenden ist.

Antonio Vivaldi: Getriebene im Liebeswahn

Es gibt noch mehr als die "Vier Jahreszeiten": Nach dem Händel-Boom erobern jetzt die Opern von Antonio Vivaldi die Theater. Von Oswald Beaujean

Barockmusik: Stimme aus Rohr und Holz

Albrecht Mayer, der Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker, hat ein italienisches Album aufgenommen. Im Interview erzählt er von Vivaldi, Abbado und Venedig

Der Wahnsinn zischelt und spuckt

Der französische Dirigent Jean-Christophe Spinosi hat mit Orlando furioso eine atemberaubende Vivaldi-Oper ausgegraben

Oper: Vivaldi darf nicht platzen

Eine verschollen geglaubte Vivaldi-Oper wurde wiederentdeckt. Jetzt tobt ein Streit über die Rechtsansprüche an der Partitur. Die Inszenierung wurde kurzfristig verboten