: Arkansas

Momos:: TV hier und TV dort

Wer vierzehn Tage lang das Vergnügen hatte, in Fernsehprogrammen der Vereinigten Staaten vom frühen Morgen bis zur Dämmerstunde einem Wettkampf zusehen zu dürfen, der, Concentration genannt, dem bei uns als Memory bezeichneten Kinderspiel ähnelt.

Aufruhr in Arkansas

Um das Zentralgymnasium von Little Rock patrouillieren seit letzter Woche mehrere hundert Milizsoldaten. Sie sind mit Gewehren, Bajonetten und Knüppeln bewaffnet und haben strikte Anweisung, farbigen Schülern den Zutritt zu dem Schulgebäude zu verwehren.

Amerikas geteilte Schulbänke

Fünf Wochen nach dem Beginn des Schuljahres stehen vier Oberschulen im amerikanischen Bundesstaat Arkansas und neun Oberschulen in Virginia noch immer leer.

Ein Wunder an Sprachkraft, eine Meisterleistung der Dialogregie: Schwarzer Spiegel

Beste DDR-Literatur aus USA. Da das kein Aperçu sein soll, will es begründet sein. Die Literatur in der DDR hat seit eh und je eine gleichsam zusätzliche, außerliterarische Funktion: Sie ersetzt die nicht vorhandene Öffentlichkeit, nimmt nicht ausgetragenen Disput und nicht verbreitete Information auf; von Erwin Strittmatters „Ole Bienkopp“ über Christa Wolfs „Störfall“ bis zu Volker Brauns Lenin- und Trotzki-Stücken gibt es da eine lange Linie.

Schwarz und Weiß in USA

Der seit drei Jahren im amerikanischen Kongreß bestehende Waffenstillstand in dem Streit um die Rechte der Neger hat durch das von 19 Senatoren und 81 Abgeordneten der Südstaaten vorgelegte „Manifest“ plötzlich ein Ende gefunden.

Die einfachen Leut’

Er sieht aus wie eine Mischung von RichardNixon und Rainer Barzel, Leonard Bernstein und Franz Josef Strauß. Er singt bis zum tiefen G hinunter klar und sonor, trägt etwas Bauch und rechts neben dem Kinn eine männlich zeichnende Narbe, er tritt in Gefängnissen auf und sympathisiert mit der indianischen Minderheit, er fördert Talente und ist keineswegs böse, wenn zwei ältere Damen unbedingt in seinen Armen photographiert werden wollen.

Wie es in Vietnam weitergehen soll – diese Frage hält Washington derzeit in Atem Wie es in Europa weitergehen soll – davon ist heutzutage immer weniger die Rede. Marion Gräfin Dönhoff berichtet aus den Vereinigten Staaten: Die ohnmächtige Großmacht

Wer heute nach Washington kommt, kann sich kaum vorstellen, daß dort jahrzehntelang alle politischen Vorstellungen und Aktionsprogramme des Westens entwickelt und formuliert worden sind: von der Truman-Doktrin (1947) bis zu Kennedys Peace Strategy (1963).

Der Senator aus Arkansas

Jene Vorschläge, die darauf hinausliefen, daß der kranke amerikanische Außenminister Dulles sein Amt sogleich zur Verfügung stellen solle, sind in der amerikanischen Öffentlichkeit nicht gut aufgenommen worden.

Der Ehrenbürger von Arkansas

Die Bürger des amerikanischen Staates Arkankansas haben uns eine Lektion erteilt, indem sie einen deutschen Schriftsteller ehrten: sie beschlossen nämlich, den 1816 zu Hamburg geborenen und 1872 in Braunschweig gestorbenen Friedrich Gerstäcker nachträglich zum Ehrenbürger ihres Landes zu machen.

Warum die Schwarzen Prügel einstecken...

London im September Sie wissen nur zu gut, die Engländer, die jetztversuchen, den beschämenden Rassenkrawallen der letzten beiden Wochen auf den Grund zu gehen, wer ihnen dabei alles schadenfroh auf die Finger schaut: Gouverneur Faubus von Arkansas, die Nationalististische Partei in Südafrika und all die anderen Gruppen in der Welt, die für eine scharfe Trennung der Rassen eintreten.

Aus Präsidentenholz geschnitzt

Die Größe eines Menschen offenbart sich in der Stunde der Demütigung. Die Nelson Rockefellers, der damals Gouverneur von New York war und ungekrönter König des liberalen Flügels der Republikanischen Partei, schlug im Sommer 1964, als die tobenden Kohorten des amerikanischen Rechtsradikalismus ihn im Kuhpalast zu San Francisco niederschrien.

Die Wespen

Er döste vor sich hin. Es war ein Tag mit Schlagzeilen und Agenturmeldungen wie jeder andere: August. Weiße, jungfräulich aufgebrochene Briefe vergilbten nach drei Nachmittagen zum Alter einer päpstlichen Bulle, pergamentig, spröde und überfällig; Ressort Feuilleton und Allgemeines, F & A, mit dem Rotstift schwungvoll über die Briefköpfe geschmiert.

Frischer Wind auf dem Kapitol

Einen solchen Anfängerkurs hatte die Harvard-Universität noch nicht gesehen: Zwölf neugewählte Kongreßabgeordnete – acht Demokraten und vier Republikaner – ließen sich während der Adventswochen im Institut für Politik, einem Ableger der Kennedy School, von berühmten Professoren in Probleme der Wirtschaft, des Finanzwesens, der Verfassung und der Außenpolitik einführen.

Mahner, Warner, Kassandra

Wer die Büroräume des Senators James WilliamFulbright im Kongreß betritt, spürt kaum, daß er sich an der Arbeitsstätte des Mannes befindet, der seit 1959 den Vorsitz im außenpolitischen Ausschuß des amerikanischen Senats inne hat.

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