: Artur Rubinstein

Steinway: Die Flügel der Heuschrecke

Die Hamburger Klavierfabrik Steinway in den Händen eines New Yorker Hedgefonds-Zockers? Es klingt grauenvoll – ist aber ein Glücksfall.

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Zum 200. Geburtstag des Komponisten: Mein Chopin

Schmachtende Liebe, Horror in fis-moll, vorweggenommene Zukunft – was man bei dem großen Polen alles hören kann. Vier kleine Hommagen zu seinem Geburtstag.

Herzensängste

Schuberts Klaviertrios

Authentizität, mechanisch: Meisterstreifen

Die etwas Älteren von uns erinnern sich noch: Da warf man eine Münze in einen Geldschlitz, wählte an einer Scheibe, und prompt ratterte ein unsichtbarer Pianist das "Gebet einer Jungfrau" heruntere.

Nur Name oder auch Talent?

Mjährige Bruno Walter den Oboer des Columbia Symphony Orchestra in etwas hilflosem Filser Brief Engl

Polen, Juden, Deutsche – nicht zuletzt die Romane Andrzej Szczypiorskis und André Kaminskis, hierzulande Bestseller, haben wieder die Frage nach der gemeinsamen Vergangenheit (und Zukunft?) gestellt Wie diese Diskussion – vor allem über das jüdisch-polnische Verhältnis – in Polen selbst geführt wird, schildert unser Autor, Redakteur der Wochenzeitung "Polityka".: Diese Lücke schmerzt

Polen und Juden, ein Thema, das in Polen in den letzten Jahren die Zeitschriften mitbeherrschte, aber nicht nur das: Die dreißigtausend Exemplare der chassidischen Erzählungen von Martin Buber – 1986 im Verlag der Dominikaner erschienen – waren im Nu vergriffen; Isaak Bashevis Singer gehört bei uns zu den beliebtesten Autoren; man reißt sich um die Anthologien jiddischer und hebräischer Poesie, und das Musical "Anatevka" in der Inszenierung des Gdingener Musiktheaters 1985 war ein überwältigender Erfolg.

J.M-M.:: Pianist im Himmel

Man weiß von Johannes Brahms, daß sein Herz weich, sein Umgangston hart war. "Sollte ich", pflegte der Komponist beim Abschied aus einer Gesellschaft zu sagen, "versehentlich jemanden in diesem Kreise nicht beleidigt haben, bitte ich um Entschuldigung und verspreche: Gewißlich beim nächsten Male.

Mehr als bloß Klavierspielen

Nach Salzburg kam er letztes Jahr schon ein paar Tage früher, um sich "atmosphärisch" auf das Debüt einzustellen. Karajans "Salome"-Produktion zog damals genau eben jene Spezies von Publikum an, die dem jungen Polen bis dahin noch nicht begegnet war: die mondäne Geldaristokratie westlicher Provenienz.

Schallplatte

Emil Gilels – Porträt eines Pianisten. Schon Artur Rubinstein berichtete von dem unerhörten Talent eines damals (1930) vierzehnjährigen Russen, und als Swjatoslaw Richter zum erstenmal wieder im Westen war und bestaunt wurde, rühmte er in schönem Understatement, in Rußland sei jemand, der spiele noch weit besser als er.

Große Geiger unserer Zeit (V): Der Diplomat mit der Violine

Für Henryk Szeryng, der am 22. September 1918 nicht weit vom früheren Warschauer Wohnsitz Frédéric Chopins geboren wurde, war die Musik des polnischen Klavierkomponisten der erste künstlerische Eindruck: Seine Mutter war eine vorzügliche Pianistin und – wie bei einer Polin nicht anders zu erwarten – Chopin-Interpretin.

Rubinsteins Erinnerungen

Wenn man’s genau nimmt, hat er seinen Eid, in Deutschland nicht mehr öffentlich aufzutreten, gehalten. Aber er entdeckte manche offene Hintertür, und die Ereignisse der letzten Jahre zeigten, daß er das Versprechen, wenn es möglich wäre, doch ganz gern wieder zurücknähme.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Anton Bruckner: Messe e-moll; Gächinger Kantorei, Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart, Spandauer Kantorei, Bläser des Bach-Collegiums, Stuttgart, Leitung: Helmut Rilling; Bärenreiter-Musicaphon BM 30 SL 1330, 21,– DM.

Der Maestro und der Meister

Es war ganz anders, nicht nur, weil man Verständnis dafür hatte, daß den "nicht mehr ganz jungen" Meister die Reise ermüdet hatte: Es war ja doch die Hoffnung, über die Folgen eines Unglücks zu einem großen Glück zu kommen, und da es sich bei den von der Firma herbeigerufenen Gästen um eine Handvoll Zeitungs- und Fernsehleute handelte, war sogar die Hoffnung auf das legitim, was man eine Sensation zu nennen pflegte.

Große Pianisten der Gegenwart (6): Hundertfünfzig Konzerte pro Jahr

Verglichen mit Artur Rubinstein, Wilhelm Backhaus, Wladimir Horowitz oder Wilhelm Kempff, deren künstlerische Physiognomie eindeutig, ja manchmal geradezu übertrieben deutlich scheint, so als müsse jeder Künstler eine individuelle Kennmarke besitzen, umgibt den Pianisten Claudio Arrau ein Hauch von Außenseitertum, von Undurchdringlichkeit, von Geheimnis.

Artur Rubinstein

Vergegenwärtigt man sich die ungeheuren Zumutungen des Virtuosendaseins: die Gefahr der Verkrampfung, Erstarrung, Verfestigung, Schwächung, routinierter Wiederholung, dann ist das Spiel des 1889 geborenen, auch im achten Jahrzehnt seines Lebens unaufhörlich konzertierenden Artur Rubinstein ein Wunder.

J.M-M:: Zum Schluß ein Witz

Man weiß von Johannes Brahms, daß sein Herz weich, sein Umgangston hart war. "Sollte ich", pflegte der Komponist beim Abschied aus einer Wiener Gesellschaft zu sagen, "versehentlich jemanden in diesem Kreise nicht beleidigt haben, bitte ich um Entschuldigung und verspreche: Gewißlich beim nächsten Male.

Artur Rubinstein in Hamburg

Die Anwesenheit Artur Rubinsteins in Hamburg vor zwei Wochen hat Aufsehen nicht erregt und nicht erregen können. Sein Besuch galt ausschließlich der Firma Steinway.

Wozu "die schönsten Platten"?

Seit Januar 1954 hat DIE ZEIT Schallplattenbesprechungen gebracht. Andere deutsche Zeitungen sind diesem Beispiel nach und nach gefolgt.