: Auschwitz

Das Chaos ist aufgebraucht

Im Jahre 1964 schrieb Peter Weiss seinen „Marat“, das beste Drama der deutschen Nachkriegszeit..............................

Die Reden der Ossietzky-Preisträger Günter Grass:: Über Ja und Nein

Im Jahr der Menschenrechte hat der Krieg in Vietnam kein Ende finden können; der Völkermord in Biafra/Nigeria – schon wird von zwei Millionen Toten gesprochen – hat das Jahr der Menschenrechte eindeutig bebildert; und auch die Sowjetunion wollte auf eindrückliche Art an das Jahr der Menschenrechte erinnern: Sie okkupierte die Tschechoslowakei und unterdrückte einen Reformversuch, der dem Jahr der Menschenrechte einen Sinn hätte geben können.

Zum Ruhme Sir Winstons

"Zwischen den Schneefeldern Rußlands und den Kreideklippen von Dover": Churchills großer Kampf

POLITISCHES BUCH: Das Schwarze Korps

Vor dreißig Jahren, in der Nacht zum zehnten November 1938, brannte es in Deutschland. Es war die „Reichskristallnacht“, die Nacht, in der die große Judenhatz begann.

Völkermord vor aller Augen

Zu lange schon dauert das Massensterben in Biafra; zu lange schon wird die Minderheit der Südsudanneger durch sudanische Regierungstruppen systematisch vernichtet.

Bildung, Besitz und Theater (II): Die Bühne - ein Museum?

Das Unbehagen nach der Frankfurter Uraufführung des „Vietnam-Diskurs“ von Peter Weiss am 20. März war vollauf berechtigt. Ein Theaterbetrieb von Bildung und Besitz mit einem engagierten Intendanten, ein Stück der ungewohnten Art, das aber Theaterstück bleibt und bleiben will, gleichzeitig jedoch die moralische Anstalt in Frage stellen muß.

Die NPD verbieten?

Adolf von Thadden strahlt: Sieg, Triumph und Gloria stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Am Tag zuvor, bei einer Wahlkundgebung vor der Niedersachsenhalle in Hannover, ist er mit rohen Eiern und faulen Tomaten beworfen worden.

Die Selbstzweifel der Literaten

Der Argwohn nicht nur gegen bestimmte Formen von Literatur, sondern gegen die Literatur an sich ist groß – besonders unter den Literaten.

Das Gesicht eines Diktators

Stimmt es denn, was der Volksmund verbreitet: daß der Mensch für sein Gesicht verantwortlich ist. von einem bestimmten Alter an zumindest? Krankheit, Ängste, Altersschwäche, Verletzungen zeichnen ein Gesicht, verändern, entstellen es sogar.

New Deal und alte Ordnung: Hitlers Klassen-Staat

Noch immer leben wir im Schatten des Dritten Reiches. Und so hapert es mit dem Augenmaß. Das beweist unter anderem die Fülle der falschen historischen Vergleiche, mit denen sich heute so mancher Politiker und (leider auch) Professor guten Gewissens vom Leibe hält, was genaueren Hinsehens wert wäre.

Fremdling in der Stadt

Ach, natürlich, nichts scheint auf den ersten Blick leichter, als auf diesen Mann einen Nachruf zu schreiben. Es bietet sich so vieles an.

Kein Wort von Auschwitz

Juristen-Jahrbuch. Unter Mitarbeit des Deutschen Juristentages, des Deutschen Richterbundes, des Deutschen Anwaltvereins, der Bundesnotarkammer und der Angehörigen der juristischen Fakultäten und der Justizministerien, hrsg.

Das Buch vom Prozeß

Das eine steht außer jedem Zweifel: Was zwanzig Monate lang, vom Dezember 1963 bis zum August 1965, in Frankfurt verhandelt wurde: der Auschwitzer Massenmord, wird einzigartig bleiben in der deutschen Justizgeschichte.

Judenfreunde – Judenfeinde

Es hat den Anschein, als sei der Antisemitismus in Deutschland im Schwinden. Seit 1952 fragt ein demoskopisches Institut in regelmäßig gen Abständen die Bevölkerung der Bundesrepublik: „Würden Sie sagen, es ist für Deutschland besser, keine Juden im Land zu haben?“ Vor dreizehn Jahren fand noch jeder Dritte, es wäre am besten, wenn in Deutschland keine Juden leben würden.

Die Sühne

Wegen Mordes wurden zu lebenslänglich Zuchthaus verurteilt: Gestapo-Mitarbeiter Wilhelm Boger, Blockführer Stefan Baretzki, SS-Sanitäter Josef Klehr, SS-Hauptsturmführer Franz Hofmann, Blockältester Oswald Kaduk, KZ-Häftling und Blockältester Emil Bednarek.

Wo die Hölle war

Nach 20 Monaten ging in der vergangenen Woche in Frankfurt der Auschwitz-Prozeß zu Ende, das bisher längste Justizverfahren.

Gedenktage, Gedenkstätten

Daß Gedenktage das Gedächtnis und die Erinnerung der Menschen nicht auf ein Damm ixieren und beschränken sollen, ist ein Gemeinplatz, den man in allen Gedenktagsreden hören kann.

Helfer oder Helferschelfer?

Vor dem Bonner Landgericht steht zur Zeit ein Streitfall zur Verhandlung, der interessant zu werden verspricht: Er behandelt die Rolle des einzelnen in der Diktatur und zeigt die Schwierigkeiten, sie im konkreten Fall nach zwei Jahrzehnten noch zu rekonstruieren.