: Behinderte

Sterbehilfe: Alle umbringen, die häßlich sind...

Einen gnädigen Tod wollte sie bereiten, doch einStockholmer Gericht entschied am 21. Dezember: es war Totschlag. Die schwedische Journalistin Berit Hedeby (54) hatte Sven-Erik Handberg, einem an multipler Sklerose Erkrankten (43), zum Selbstmord verholfen.

Viele Preiswürdige

Am Buß- und Bettag rollten und hinkten Behinderte in Frankfurt zu einer Preisverleihung. Sie selbst stifteten den, Preis, alljährlich soll er verliehen werden: Die „Goldene Krücke“.

Waisen und Behinderte unterstützen

Ein Jahr des Kindes zu proklamieren, das kann nur ausreichen, um auf die weltweite Notlage der Kinder hinzuweisen; sie zu beheben, würde ein Jahrhundert des Kindes benötigen.

Brief an eine alte Dame

In der ZEITLUPE 20 wurde gefragt, ob es eine Solidarität zwischen Jugendlichen und Älteren in der Bundesrepublik gibt. In meinem Diskussionsbeitrag habe ich darauf hingewiesen, daß in unserer Konkurrenzgesellschaft mit ihren Mechanismen, Zwängen und Verdrängungsprozessen die Basis dafür immer geringer wird.

Lahmer Stuhl

Es gibt nur wenige Industrieprodukte, an denen technischer Fortschritt und Entwicklung so vorbeigegangen sind wie am Rollstuhl.

Produktion und Therapie

Runde 32 Millionen Mark hat die Anlage gekostet, die nach knapp drei Jahren mit der letzten Baustufe jetzt fertig und offiziell eingeweiht wurde: Eine Werkstatt für 600 Behinderte in Hamburg-Volksdorf.

Was kostet, was bringt die Rehabilitation?

Die Heidelberger Stiftung Rehabilitation hat trotz aller Bedenken, die berufliche Wiedereingliederung Behinderter unter Wirtschaftlichen Aspekten zu sehen, eine sogenannte „Kosten-Nutzen-Analyse“ gemacht.

Schlüsselkinder: Immer schön fröhlich bleiben

Rein äußerlich betrachtet hat man es hier mit den Nachfahren jener „Schmuddelkinder“ zu tun, die in Franz Josef Degenhardts Roman „Zündschnüre“ ihr verschmitzt subversives Unwesen trieben.

Verrat an der Badewanne

Die Röntgenbildprojektion zeigt, wie der Katheter zur Herzkammer vordringt. Die Kanüle gleicht einem Grashalm im schlagenden Herzen.

ZEITLUPE 20: Hilfe zur Selbsthilfe

Es wird gewiß nicht zuviel Aufwand für soziale Randgruppen getrieben. In einer Gesellschaft, die sich sozial nennt, die mit dieser Phrase international hausieren geht, in der die Parteien mit diesem Schlagwort um Wählerstimmen werben, werden soziale Randgruppen nur allzu leicht vergessen.

ZEITLUPE 20: Beim Eierkocher hört’s auf

Die Diskussion um Lebensqualität ist durch das Mißverständnis behindert worden, daß eine Steigerung quantifizierbarer Größen wie Einkommen, Lebenserwartung, Ausgaben für das Bildungswesen und Zahl der Fernsehgeräte mit einer Steigerung der Lebensqualität gleichzusetzen, ist, wodurch unsere Gesellschaft in den Wahn, mehr sei dasselbe wie besser, ins Rotieren kommt.

Ingolstadt: Hatz auf die Idioten

Das Stadttheater Ingolstadt hinktvoran: Kürzlich präsentierten sich dort in einer Uraufführung „Die Gnadenlosen von Rechthal“.

Reisen im Rollstuhl

Das Hotel „Skandia“ in Schleswig zum Beispiel ist geradezu ein ideales Ferienquartier für Behinderte. Dort werden rollstuhlfahrende und gehbehinderte Gäste aufgenommen: alleinreisende Behinderte, die keiner fremden Hilfe bedürfen, und behinderte Kinder oder andere Betreuungsbedürftige mit einer Begleitung.

Alle mögen Marc

Nur bornierte Ignoranten sind dagegen, behinderte Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren. Das weiß auch Susanne Koch, Mutter des sechsjährigen Marc, eines schwer spastisch gelähmten Jungen.

Im Alter wird’s erst schön

In Schweden fragt man nicht, wie alt man ist, sondern wie alt man ist. Die Devise der schwedischen Altersfürsorge, die vor eben dreißig Jahren mit der Einführung der sogenannten staatlichen Volkspension für alle ohne Unterschied des Standes oder des Vermögens begann, ist heute: „Das Leben beginnt mit 65“.

Wenn guter Rat teuer wird

Anmerkungen anläßlich eines aktuellen Handbuchs der Bundesanstalt für Arbeit

Rent-a-Spasti?

Im August sendete das Zweite Deutsche Fernsehen in seiner Bilanz der guten Taten, Bestandteil der rührigen "Aktion Sorgenkind", diese Szene: Da haben sich übergewichtige, pfundige Mannsbilder im Allgäuer Kurort Oberstaufen zusammengetan, einer guten Sache zu dienen.

Ein Prinzip für die Praxis

Natürlich läßt sich die „Leistungsgesellschaft“ einfach als Propagandatrick ihrer Nutznießer abtun. Man kann auch den „herkömmlichen Leistungsbegriff als Ausdruck des Kampfes aller gegen alle“ verstehen, wie dies im „Orientierungsrahmen ’85“ der Sozialdemokraten geschieht.

Mit Gehör und Tastsinn

Statt Mitleid wünschen sich die Behinderten Solidarität, aber sie wissen, daß sie immer auf mitmenschliche Hilfe angewiesen sind, sagt der Blinde Karl Busenbender.

Sie wollen sich nützlich machen

Norbert kann von Glück sagen: Er hat seinen Platz. Seit diesem Frühjahr lebt er in einer Gruppe zusammen mit vier anderen behinderten Jugendlichen im Diakoniezentrum Heiligensee in Berlin.

Zunder, Lack und Leim

Strahlend steigt die Morgensonne Montagfrüh über der makabren Szene im Kölner Rheinhafen auf: Zwei gigantische Hebeschiffe winden an wuchtigen Kranarmen einen ausgeglühten 56 Meter langen Stahlsarg aus der schmutzbraunen Flut des anschwellenden Stroms.

Alberne Argumente

Wie die Sache auch ausgehen mag: es bleibt ein schlechter Nachgeschmack.“ Winfried Harendza sagt es eher bitter als ärgerlich.