: Belgrad

Die unsterbliche Verschwörung

Wenn man den Augenblick deuten kann, an dem der jugoslawische König Alexander in Marseille den Schüssen der Ustaschi zum Opfer fiel, dann so: es war der Katastrophentag in der Geschichte des jungen Staates.

Die unsterbliche Verschwörung

Den neuen jugoslawischen Staat, der nach dem ersten Weltkrieg entstand, beherrschte die Offiziersverschwörung zuerst verdeckt, dann offen.

Eine Badewanne für Belgrad

Schleswig-Holstein ist ein armes Land. Und es ist nur zu begreiflich, daß seitens der Landesregierung in Kiel alle Industriezweige, die realisierbare Exportchancen haben, eine starke Forderung erhalten.

Die unsterbliche Verschwörung

Der Weltkrieg, der dem Mord von Sarajewo folgte, war ganz im Sinne dessen, was die Verschwörer der „Schwarzen Hand“ mit der Beseitigung der Dynastie Obrenowitsch in Serbien und mit dem Balkankrieg gewollt hatten.

Am Vidov-Tag in Sarajewo

Gavrilo Princip, ein Kleinbauernsohn aus dem bosnischen Dorf Grachowa, war ein stiller, fast scheuer Mann. Ich sah ihn nur selten.

Kostows fanatische Opposition

Der Prozeß gegen den früheren stellvertretenden Ministerpräsidenten Traitscho Kostow hat nicht den Verlauf genommen, den das Kominform für derlei Aktionen der volksdemokratischen Justiz vorgesehen hat.

Sklaven für Belgrad

Wer Jude ist, bestimme ich", erklärte einst Göring. Wer totalitär ist, das bestimmt heute die "Stimme Amerikas". Und also hat Jugoslawien alle Chancen, demnächst im Kreise der Demokratien als salonfähig zu gelten.

Balkan-Generale

Wie aufnahmebereit die westliche Welt im Augenblick für die Belgrader Propagandathesen auch immer sein mag, Tito kann sich damit nicht begnügen.

Washington – Belgrad

Die Ernennung George V. Allen‘s zum amerikanischen Botschafter in Belgrad, die in sonst nicht üblicher Eile drei Tage nach der Abreise seines Vorgängers Cavendish Cannon erfolgte, ist ein neuer Beweis dafür, wie ernst die amerikanische Regierung in diesem Augenblick die jugoslawische Krise nimmt.

Moskaus Bastard-Regierung

Der stellvertretende sowjetrussische Außenminister Gromyko hat den Botschaftern der Westmächte in Moskau eine ausführliche und durchaus scharfe Note übergeben, in der die Errichtung des westdeutschen Bundesstaates als ein Verstoß gegen das Potsdamer Abkommen und als die Krönung einer von langer Hand geplanten gegen Sowjetrußland, gerichteten Kriegsvorbereitung bezeichnet wird.

Der Mann hinter Tito

Seit Jahren erscheint der Name Titos in den Schlagzeilen der Weltpresse: 1943 – Tito als erfolgreichster Partisanenführer des Krieges, dann 1945 als Liquidator der Dynastie Karadjordjewitsch, 1947 wieder als potentieller Gründer der Balkanföderation und schließlich 1948/49 als Meuterer gegen Stalin und den Kominform jenseitsdes Eisernen Vorhangs.

Titos schmale Verteidigungsbasis

Die Frontberichte vom kalten Krieg zwischen Jugoslawien und der Sowjetunion beginnen allenthalben ernste Besorgnisse hervorzurufen.

Recht ist, was dem Kreml nützt

Der Kreml hat eine scharfe Note nach Belgrad gesandt, Sie endet mit einer Drohung, die von Tito nicht überhört werden kann. Über die Art der gegen die jugoslawische Regierung vorgesehenen Aktionen allerdings schweigt sie sich aus.

DIE WOCHE

In Röhndorf, dem Wohnsitz Dr. Adenauers, fanden Besprechungen führender Persönlichkeiten der CDU und der CSU über die Regierungsbildung statt.

Hexenkessel Mazedonien

Die letzte russische Note an Tito, nach der die Sowjetregierung Jugoslawien unter seinem gegenwärtigen Regime nicht mehr als Freund und Verbündeten, sondern als Feind ansehen werde? bedeutet eine hochgradige Verschärfung der an sich schon bedenklichen Spannungen auf dem Balkan, obgleich sie in ihrem Wortlaut nicht auf die Pläne Bezug nimmt, die von allen Seiten in Richtung auf das mazedonische Krisenzentrum gesponnen werden.

Stalins Balkansorgen

Vor einigen Tagen fand in Belgrad ein Fest der Luftwaffe statt. Einige 80 000 Menschen schauten zu, als jugoslawische Fallschirmjäger den Belgrader Flugplatz im Manöver eroberten.

DIE WOCHE

Der amerikanische Außenminister, Dean Acheson, erklärte vor dem amerikanischen Kongreß, die USA sollten unverzüglich mit der Wiederbewaffnung Europas beginnen, da die Möglichkeit einer direkten Aggression durch die sowjetischen Streitkräfte nicht außer acht gelassen werden dürfe.

Moskaus südöstliches Sprungbrett

Unbestätigte Nachrichten der Weltpresse über eine Zusammenziehung sowjetrussischer, rumänischer und bulgarischer Truppen in Bessarabien, über die Konzentrierung ungarischer Kräfte an der jugoslawischen Grenze, über einen bevorstehenden Aufstand mazedonischer Revolutionäre gegen Tito über Verhandlungen zwischen Belgrad und dem Vatikan zeigen, wie sehr der Balkan wieder ins Zentrum des Interesses rückt.

Tito und die Kapitalisten

Die wachsende Bedrängnis, in die das TitoRegime durch die wirtschaftliche Blockade der Kominformländer geraten ist, hat das Verhältnis zwischen Jugoslawien und den Westrnäehten offensichtlich aufgelockert.

DIE WOCHE

Das New Yorker Wallstreet Journal schrieb, es sei jetzt klar, daß die Sowjets nicht die Absicht hätten, Westeuropa anzugreifen.

Offensive gegen Tito

Das müssen Sie Moskau fragen“, antwortete kürzlich herzlich lachend der stellvertretende jugoslawische Außenminister Bebler den Pressekorrespondenten in London, die wissen wollten, wie eine Verständigung zwischen Moskau und Belgrad herbeigeführt werden könne.

Verräter in allen Varianten

Maître Izard, Kravchenkos Anwalt, läßt den Zeugen Zilliacus, der ein wahrer Rastelli des Wortes „Verräter“ ist, ungestört alles aufzählen, was die nichtsowjetischen Länder auf dem Gewissen haben und was in der Tat nicht wenig ist.

Die Letzten der Südost-Armee

Durch Österreich rollten die Heimkehrerzüge, die die Letzten der Südost-Armee in die Heimat zurückbrachten. Unser Mitarbeiter Walther P.

Moskaus Zuckerbrot und Peitsche

Moskaus zwiefache Sprache hat oft die Welt in Erstaunen versetzt. Die neue Taktik, welche die Machthaber im Kreml jetzt gegenüber Jugoslawien Mind Norwegen anwenden, ist geradezu ein Schulbeispiel ihrer Politik.