: Benny Goodman

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Klassiker der Moderne (48): Schwerelos perfekt

Ella Fitzgerald war die "First Lady of Jazz". Sie führte ihre Stimme mit fast unmenschlicher Kunstfertigkeit durch drei Oktaven und bewahrte sich bis ins hohe Alter eine

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Rolf Kühn Unit: Das war damals, nun ist jetzt

Deutschlands ungewöhnlichste Jazzband will die Jugend begeistern. Ein Treffen mit der Rolf Kühn Unit, deren Klarinettist 55 Jahre älter ist als ihr Schlagzeuger

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Billie Holiday: Ihre verdammte Wahrheit

Vor 100 Jahren wurde Billie Holiday geboren. Sie kam von ganz unten, war Hure, Diva und Junkie und stand auf gegen Rassismus. Ihre Hörer rührte sie zu Tränen.

Electroswing: Mit Beat und Benny Goodman

Der Song "We No Speak Americano" brachte Electroswing in die Charts. Längst hat der Stil die Clubs erobert. Jakob Buhre beschreibt, wie Techno und Jazz zusammengehen.

Das lange Sterben des Walter K.

Wie der Wunsch nach einem würdigen Lebensende im Räderwerk von Krankenhaus, Pflegeheim und Gerichten untergeht

Das swingt

Lionel Hampton auf fünf CDs

Die Dummen werden nicht alle!

Apokalyptisches aus Frankensteins Labor: Seit ein paar Tagen wachsen mitten in Deutschland genmanipulierte Weinstöcke. Die Reblaus hört's mit Grausen - und dem Feinschmecker kommt bei dem bloßen Gedanken die Galle hoch.

Stan Getz

Er war nicht einer dieser Imitators of us. Hier irrt Miles Davis in seinem Haß auf die Weißen. Er war auch nicht, wie Benny Goodman sagte, "der beste Tenorsaxophonist aller Zeiten".

Zeit zum Hören

Keine überflüssigen Schnörkel, keine langen Einleitungen. Vorhang auf, die Show beginnt. Schon nach wenigen Takten kriecht der erste Wurm ins Ohr: "Embraceable You" intonieren die Musiker, eine wiegende Melodie mit synkopischem, dennoch weichem Schluckauf-Rhythmus.

"Performances" beim "Musik der Zeit"-Wochenende des Westdeutschen Rundfunks: Die Kunst der kleinen Gesten

Szenen wie diese: Da sitzt ein Mann, nur in einer reichlich zu großen olivgrünen kurzen Unterhose der US-Army, hinter einem Tisch und rezitiert, deutlich die einzelnen Wörter voneinander absetzend, einen Text – in die Pausen schiebt er Töne, Klänge, Geräusche, ausgeführt mit den paar wenigen Requisiten, die ihm zur Verfügung stehen: dem Tisch, einer Büchse mit Schreib-Utensilien, dem Stuhl, seinen Armeestiefeln.

Im Kino: "Um Mitternacht" von Bertrand Tavernier: Die Farbe Blue

Wenn es Nacht wurde in Paris, dann erwachte der Blues. François Truffaut schoß auf den Pianisten. Belmondo und Jean Seberg jagten über die Champs-Elysées, und Martial Solals schräg schwingendes Piano gab den Rhythmus an: "Außer Atem".

Zum Tode Benny Goodmans: Meister aller Klassen

Eines Abends, erzählte einmal der Trompeter Jimmy McPartland, habe ihm jemand von einem offenbar hochbegabten Klarinettisten erzählt, aber "er ist noch ein ganz kleiner Junge".

Fernseh-Kritik: Zwölf Jahre Doppelgesicht

Der Titel irreführend, der Schluß holterdiepolter: Tusch und Finale – ansonsten ein makelloser Film über die andere Seite des nationalsozialistischen Regimes, Swing, Coca-Cola und Amerikabegeisterung, eine Seite, die Buchenwald und Dachau doppelt schauerlich macht.