: Berufsausbildung

Sonderschule – und was kommt danach?

Klaus M., 16 Jahre, besucht zur Zeit in Mannheim einen einjährigen Lehrgang zur Vorbereitung einer Berufsausbildung. In bestimmten Berufsfeldern – in Mannheim etwa in den Bereichen Metall, Holz, Farbe, Hauswirtschaft, Verkauf – werden Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz erhalten konnten, ’Grundkenntnisse vermittelt, die es ihnen ermöglichen sollen, im kommenden Jahr für den Ausbildungsmarkt attraktiver zu sein.

Wer Arzt oder Anwalt oder Apotheker werden will, wird "gebildet", wer jedoch Maurer oder Monteur, Bäcker oder Betonverschaler, Fleischer oder Feinmechaniker werden will, wird "ausgebildet". Hin- und hergerissen zwischen Betrieb und Schule und ihren Interessen ist der junge Mensch im Arbeitsleben ein Stiefkind der Bildungspolitik geblieben – seit der Gewerbeordnung von 1869, die immer noch die Basis für seinen Werdegang ist. Die Frage also heißt immer noch: : Ist der Lehrling nur die Hälfte wert?

Über den "Rahmenplan" zur Umgestaltung und Vereinheitlichung des allgemeinbildenden öffentlichen Schulwesens ist öffentlich – und nicht nur in Fachkreisen – mit Leidenschaft diskutiert worden.