: Bewag

S T R O M : Störenfriede aus Amerika

Der Streit um den Strommarkt im Osten geht in die zweite Runde. Viel steht auf dem Spiel - vor allem die Aufteilung des Strommarktes in Europa. In zehn Jahren, prognostizieren Energiefachleute, wird es nur noch eine Hand voll Player geben. Und jeder will natürlich dabei sein

schufa: Die Alleswisser

Die Schufa überwacht die Zahlungsmoral von 59 Millionen Kreditnehmern, Handynutzern und Wohnungsmietern. Ein Fehler in der Datenbank – schon drohen existenzielle Finanzprobleme

arbeitsmedizin: Leidende Angestellte

Wenn der Arbeitsdruck wächst, nehmen auch psychosomatische Erkrankungen zu. Wer stets unter Strom steht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit krank: Hektik schlägt auf den Darm, Nacken- und Rückenleiden nehmen zu. Die Hälfte aller Deutschen klagt bereits über zu hohen Termin- und Leistungsdruck. Ein Blick in die Fabriken täglicher Stressproduktion

Die aufs Wetter wetten

Professionelle Anleger spekulieren an der Börse auf Sonne, Sturm und Hagelschauer

Toleranz fürs Eigentümliche

Berlins oberster Konservator Jörg Haspel will den Denkmalschutz reformieren - Er fordert weniger Dogmatismus, mehr Bürgerbeteiligung und größeren Einsatz für das unbequeme Erbe der Nachkriegsmoderne

Strompreise

Achtung Hochspannung! Junge Anbieter mischen den Markt der etablierten Energieversorger auf

Konkurrenz in kleinen Dosen

Der Strommarkt ist liberalisiert. Aber bisher profitieren die privatenHaushalte davon nicht

Run auf Berlin

Wie die Bewag die Stromkonkurrenz behindert

Flughafen im Angebot

Die Sozialdemokratin Annette Fugmann-Heesing avancierte zur besten Verkäuferin öffentlichen Eigentums

Eiszeit für Kapitäne

Die Kälte verschärft die Existenzsorgen der kleinen Binnenschiffer

Die Metropole verfällt

Ohne Konzept ringt der Berliner Senat mit seiner Haushaltskrise. Die Lage erscheint ausweglos

KLAUS HARTUNG: Andere Zeiten

BERLIN. – Ein Ort, an dem die Uhren anders gehen, ist bekanntlich ein Ort der Zuflucht, der Muße, der inneren Erholung, eine Insel im gnadenlosen Meer kapitalistischer Gleichzeitigkeit, wo man weder auf die Uhr schauen muß, noch öffentliche Uhren an die Zeit erinnern.

Markt-Report: Schnell verpufft

Wer in der Hauptstadtfrage den richtigen Riecher hatte, konnte an der Börse hübsche Gewinne erzielen. Am Tag nach der Entscheidung, den Regierungssitz an die Spree zu verlegen, setzte am Aktienmarkt eine lebhafte Nachfrage nach sogenannten Berlin-Werten ein: Herlitz, Bewag, Springer, Berliner Kindl, Kempinski, Brau und Brunnen sowie die Berliner Bank legten kräftig zu.

Drei westdeutsche Stromkonzerne planen die Übernahme der DDR-Energiewirtschaft. Wettbewerbspolitiker und Umweltschützer wollen das Monopol verhindern.: Spiel mit der Angst

Es geschah am 18. Juni. Im ehemaligen Reichstag in West-Berlin diskutierten gerade die Teilnehmer der V. Internationalen Kartellkonferenz die Frage, wie die wirtschaftliche Macht der Multis zu kontrollieren sei, als sich – nur wenige Kilometer nördlich – im ehemaligen SED-Nobelort Wandlitz ein illustrer Kreis von Topmanagern westdeutscher Stromkonzerne im Internationalen Jugendzentrum Bogensee versammelte.

Ohrfeige für Bonn

Daß die Nachricht Aufsehen erregen würde, der Düsseldorfer Veba-Konzern wolle dem Berliner Senat einen Kredit von hundert Millionen Mark für besondere Energiesparprojekte gewähren, war zu erwarten.